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Werder

  • 20.04.2017
  • von Rochus Görgen

Werder (Havel): Frost sorgt für Schäden an Kirsch- und Pflaumenblüten

von Rochus Görgen

Blühende Kirschbäume im Obstanbaugebiet Werder (Havel). Foto: R. Hirschberger/dpa

Der kühlen Temperaturen in Brandenburg machen auch den Obstbauern in der Region zu schaffen. An einigen Obstbäumen in Potsdam-Mittelmark gibt es bereits Frostschäden.

Die zuletzt kalten Nächte mit stellenweise Frost haben zu Schäden bei den Brandenburger Obstbauern geführt. Es gebe Frostschäden an Kirschen und Pflaumen, das Ausmaß sei aber je nach Lage sehr unterschiedlich, sagte der Vorsitzende des Werderschen Obst- und Gartenbauvereins, Walter Kassin, am Donnerstag. Äpfel, die erst später blühen, seien dagegen nicht betroffen.

Mit Wachstonnen gegen den Frost

Die Obstbauern hätten mit vielen Methoden gegen den Frost gekämpft. So seien teilweise alle zehn Meter Wachstonnen aufgestellt worden, um damit Hitze zu erzeugen. Andere hätten mit dem Traktor Wasser versprüht und künstliche Luftwirbel erzeugt. "Jeder hat versucht, zu retten, was zu retten ist", sagte Kassin. Der genaue Umfang der Schäden sei erst in einigen Tagen zu ermitteln.

Die Region Werder gilt als Obsthochburg und beliefert unter anderem Berlin mit Kirschen. Östlich von Berlin befinden sich vor allem große Gemüseanbaugebiete. Dort versuchte der Obsthof Wilms in Hohenwalde, einem Ortsteil von Frankfurt (Oder), mit sogenanntem Schwedenfeuer Schäden an Kulturheidelbeeren zu verhindern. Dort waren die Temperaturen auf bis zu minus drei Grad gesunken. (dpa)

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Im Interview erklärt Sven Wachtmann, was man tun kann, um seine Pflanzen vor der harten Kälte der nächsten Tage zu schützen.

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