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Schwielowsee

  • 28.03.2017
  • von Gerold Paul

KulTOUR: Caputher Musiken stehen im Zeichen des Jubiläums: „Vom Wasser haben wir’s gelernt“

von Gerold Paul

Schwielowsee - Zum Jahresthema „700 Jahre Leben am Wasser“ anlässlich des Ortsjubiläums von Caputh und Ferch haben sich die Menschen hinter den Caputher Musiken und dem kurfürstlichen Schloss so richtig was einfallen lassen. Momentan fiebert alles der Eröffnungsveranstaltung am 5. April in Dorotheas Wohnsitz entgegen, da wird an den Tag gebracht, was noch nicht jeder weiß.

Aktualität, Experimentiergeist wider den toten klassischen Ton, auch Überraschungen bietet jeder Jahresplan der Caputher Musiken seit inzwischen 22 Jahren. Am 1. April darf man sich von südamerikanischen und spanischen Klängen zu Bandoneon und Gitarre umarmt fühlen, und zwar am neuen Spielort „Remise am See“, gleich bei der Fähre linkerhand. „Jugend musiziert“ und das große Jubiläumskonzert des Caputher Männerchores zum Thema „Vom Wasser haben wir’s gelernt“ im Juni sind längst feste Größen im Jahresprogramm. Genauso der örtliche Glockenchor, der bereits am 1. Juni „Wassermusik“ zum Besten gibt. Der „Orgelsommer“ der Evangelischen Kirchengemeinde (Ende Juli bis Anfang September) in der Caputher Kirche – das Angebot reicht vom Gedächtniskonzert für den 2015 verstorbenen Kantor der Potsdamer Friedensgemeinde, Joachim Walter, bis zu Vertonungen des biblischen Hoheliedes – mutet mehr als brillant an. Danach bleibt es mit „Folk in the Garden“ (16. September im Einsteinhaus) und „Jazz im Frack“ (11. November im Fährhaus) höchst gegenwartslebendig.

Höhepunkt bleibt natürlich die 8. Caputher Schlossnacht samt einer „Mittsommer-Operngala“, ausgerichtet von Stars der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, wo auch wieder das bewährte „Salonorchester Felix“ zu hören sein wird. Der Kartenverkauf zum 17. Juni läuft gut, die Zahl der Besucher bleibt auch in diesem Jahr limitiert. Wer will, sollte also eilen. Das Programm der Caputher Musiken hält noch die eine oder andere Überraschung bereit, aber zugunsten des „Churfürstlichen“ Kooperationspartners muss hier Ende sein.

Für das Schloss Caputh wurde nämlich auch ein respektables Jahresprogramm erdacht. Einerseits wird mit dem gewuchert, was man vor Augen hat, Gemächer, Fest- und Fliesensaal, Botanik. Andererseits geht man besonders auf die barocke Lebensart ein, mit Themen wie Kleider, Schule und Kinderspiele, Reisen. Aufs Praktische also. Vieles davon ist direkt für Kinder und Jugendliche konzipiert.

Fast in Konkurrenz zu den „Musiken“ gibt es etliche Führungen mit konzertanter Rahmung. Auch die historische Hof-Etikette darf als Workshop (16. Juli) geübt werden, man weiß ja nie, wie es kommt. Schöne Ideen! Die Schloss- und Ortsgeschichte als Marionettenspiel (22. April) mit Kindern aus Caputh dürfte ein ganz spezieller Höhepunkt werden. Vom Ausstellungs-Programm dieses Veranstalters darf man sich ab 8. April auf einen „Rundgang durch den Alltag der Frühen Neuzeit 1450–1850“ und auf das Porträt des 2000 verstorbenen Malers und Restaurators Jochen Hass (alles im Seitenflügel des Schlosses) freuen. Dass man alles an die Existenz des Elementes Wasser hängt, liegt auf der Hand. Wie heißt es im Spruch: „Stille Wasser, tiefe Gründe“. Gerold Paul

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