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Schwielowsee

  • 25.03.2017
  • von Julia Frese

Schwielowsee: Caputh will neues Bauareal erschließen

von Julia Frese

Schwielowsee - Für das Gebiet zwischen Lindenstraße, Max-Planck-Straße und Michendorfer Chaussee soll innerhalb der kommenden zwei Jahre ein Bebauungsplan entstehen. Sachverständige der Planungsfirmen Planwerk und Fugmann, Janotta und Partner präsentierten am Donnerstagabend im Rathaus der Gemeinde Schwielowsee ein Konzept für die Erschließung der Fläche.

Auf dem 4,7 Hektar großen Areal befinden sich 47 Flurstücke, von denen mehr als die Hälfte der Gemeinde und ein kleiner Teil dem Land Brandenburg gehören. Der übrige Teil der Flurflächen ist in der Hand von Privateigentümern, die die Flächen vor der Wende vorwiegend zum Obstanbau genutzt hatten. Inzwischen liegen viele der ehemaligen Obstgärten brach.

Die Planungsbüros haben zunächst untersucht, welche Biotop-Arten es auf dem Gebiet gibt und welche Tiere und Pflanzen es bei der Erschließung zu berücksichtigen gilt. So werden Habitate von Vögeln etwa durch Nistkästen ersetzt, wenn für die Erschließung Bäume gefällt werden müssen. Außerdem berücksichtigten die Sachverständigen die Flugbahnen der Fledermäuse bei ihrer Planung.

Ein wichtiger Faktor für die Erschließung ist auch die Höhe des Grundwasserspiegels. „Es wird dort sicher Grundwasserabsenkungen beim Bau geben, aber das lässt sich in dem Gebiet nicht vermeiden“, sagt Kerstin Murin, Fachbereichsleiterin Bauen, Ordnung und Sicherheit der Gemeinde Schwielowsee. Sicher sei bereits, dass die einmal dort entstehenden Gebäude nicht unterkellert werden können.

Auf dem Großteil des Areals sollen Wohngebäude entstehen – sowohl Einfamilienhäuser als auch Doppel- und Mehrparteienhäuser. Entlang der Max-Planck- Straße ist ein Mischgebiet aus Wohnungen und Gewerbe geplant. Voraussichtlich an der Seite der Michendorfer Chaussee wird ein Grundstück von 2000 Quadratmetern für den Bau von Gemeinschaftseinrichtungen reserviert. Dies können etwa Schulen, Kindergärten, Kirchen oder Kulturstätten sein.

Bevor die Erschließung des Areals beginnen kann, wird ein Umlegungsverfahren erfolgen. Die Eigentümer der 47 Flächen bekommen dabei neue Grundstücke im selben Wert zugewiesen. Erst wenn diese Umverteilung abgeschlossen ist, beginnt die Aufstellung eines Bebauungsplans. Da fast alle Privatflächen aktuell brach liegen, rechnet Kerstin Murin damit, dass die Umverteilung von den bisherigen Eigentümern positiv aufgenommen werden wird.

Noch unklar ist, ob die Gemeinde die Kosten von rund 2,7 Millionen Euro für die Erschließung und Vorbereitung der Grundstücke tragen wird oder ob hierfür ein Treuhänder infrage kommt. 

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