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Stahnsdorf

  • 13.12.2016
  • von Solveig Schuster

Stahnsdorf: Vorfristige Bescherung für Flüchtlingskinder

von Solveig Schuster

Ehrenamtliche Helfer von "Help To" und "Tolerantes Brandenburg" befüllten 3000 Weihnachtspakete für Flüchtlingskinder. 150 Geschenke wurden nun in die Stahnsdorfer Übergangswohnheime gebracht.

Stahnsdorf - Ein Malbuch und bunte Stifte, Geschichten zum Lesen und Vorlesen, Bonbons, Kuscheltier und Schokoweihnachtsmann – in den Stahnsdorfer Übergangswohnheimen in der Ruhlsdorfer Straße war am gestrigen Montag schon Bescherung.

"Help to" und "Tolerantes Brandenburg" riefen Aktion ins Leben

Mitarbeiter der Potsdamer Hilfsorganisation „Help to“ hatten am Morgen 150 prall gefüllte Weihnachtstüten vorbeigebracht, ein Teil davon nahmen rund ein Dutzend der etwa 70 in den beiden Asylunterkünften lebenden Kinder zurückhaltend, aber mit großen Augen entgegen. „Es ist nur eine Geste, aber sie kommt von Herzen“, sagte Potsdam-Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD), der Help-to-Mitarbeiter Pedro Seidel bei der Übergabe der Tüten unterstützte. Auch Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) schaute kurz vorbei und half den Flüchtlingskindern beim Öffnen und Entdecken der Tüten.

Gemeinsam mit dem Netzwerk „Tolerantes Brandenburg“ haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Online-Hilfe-Portals „Help to“ die Aktion „3000 Mal Freude schenken“ ins Leben gerufen. „Wir haben überlegt, wie wir bedürftigen Kindern und Flüchtlingen eine Freude bereiten können, da kam uns sehr schnell diese Idee“, sagte Help-to-Mitarbeiter Pedro Seidel. Dank zahlreicher Spenden und Fördergelder kamen zwei Drittel der zum Befüllen der 3000 Päckchen benötigten Mittel zusammen, sagte er.

Blasig: Auch für Nicht-Christen sei Weihnachten eine "wunderschöne Zeit"

Seit einer knappen Woche reist Pedro Seidel gemeinsam mit weiteren Unterstützern durch das Land, um die Weihnachtsüberraschungen in den Landkreisen zu verteilen. Einige der 150 am Montag in Stahnsdorf deponierten Päckchen werden die Mitarbeiter des Internationalen Bundes als Träger der Übergangswohnheime in diesen Tagen noch nach Neuseddin und Teltow bringen, um auch dort Flüchtlingskinder zu überraschen. Auch wenn das Weihnachtsfest nicht überall gefeiert werde, so sei Weihnachten doch auch für Nicht-Christen eine „wunderschöne Zeit“, sagte Landrat Blasig.

Neben den Asylbewerberheimen des Kreises sollen aber auch Ausgabestellen der Potsdamer Tafel sowie die Arche in Potsdam mit den unisono gefüllten Weihnachtstüten bedacht werden.

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