24.08.2016, 26°C
  • 23.02.2016
  • von Enrico Bellin

Töplitzer Feuerwehr bekommt neues Haus: Arbeiten für neue Wache beginnen

von Enrico Bellin

Werder (Havel) - Gute Nachrichten für die Töplitzer Feuerwehr: Am kommenden Montag können die Bauarbeiten für die neue Feuerwache auf der Insel beginnen. „Am Freitag haben wir endlich die Baugenehmigung erhalten“, sagt Thomas Lück, Geschäftsführer der Werderaner Wohnungsbaugesellschaft HGW, den PNN. Die HGW baut die Wache im Auftrag der Stadt Werder.

Das Genehmigungsverfahren hatte sich mehr als ein Jahr hingezogen. Unter anderem musste die Untere Wasserbehörde des Landkreises ihre Zustimmung zu den Arbeiten geben, da für den Bau auf dem sumpfigen Töplitzer Grund neben dem „Hotel Mohr“ in der Ortsmitte wie berichtet Pfahlgründungen notwendig sind. Damit soll bereits in der kommenden Woche begonnen werden. Da das Genehmigungsverfahren so lange gedauert hat, hat die HGW Lück zufolge bereits die Arbeiten ausgeschrieben und an die Firmen vergeben.

Die Bohrungen im Töplitzer Untergrund für die insgesamt 31 Pfahlstützen werden Thomas Lück zufolge rund zwei Wochen dauern. „Dabei drillt ein Bohrer ein 13 Meter tiefes Loch, das dann mit einem Rohr verkleidet und mit Beton ausgegossen wird“, beschreibt der Geschäftsführer. Für die Anwohner sei davon kaum etwas zu merken, da im Gegensatz zu anderen Techniken nichts in den Boden gerammt wird. Anschließend werden die Pfähle mit Balken verbunden, dann wird die Grundplatte gegossen und das Haus ähnlich der Werderaner Rettungswache aufgebaut. Die Fertigstellung ist für Ende November geplant.

Die Kosten sollen trotz der komplizierten Gründung bei etwa 900 000 Euro liegen, die auch die Werderaner Wache gekostet hat. Die Stadtverordneten hatten dafür im Herbst 2014 einen Zuschuss von 500 000 Euro beschlossen. Die Stadt soll das Gebäude nach Fertigstellung für jährlich 40 000 Euro von der HGW anmieten.

Die alte Feuerwache ist marode, komplizierte Besitzverhältnisse sprachen gegen ihre Modernisierung. „Der Hauptteil der Wache steht zwar auf kommunalem Grund, ein Anbau jedoch auf einem privaten Grundstück“, so der Töplitzer Ortsvorsteher Frank Ringel. Er ist optimistisch, dass die HGW die Wache im versprochenen Zeitraum fertig baut. Mit anderen Projekten wie der örtlichen Kita hätten die Töplitzer mit der Gesellschaft gute Erfahrungen gemacht. In den nächsten Monaten werde man sich im Ort mit der weiteren Nutzung zumindest des kommunalen Teils der alten Wache befassen. Denkbar sei dort ein großer Versammlungsraum für die Vereine und den Ortsbeirat, der derzeit im Bürgerhaus tagt. Dort könnten dann Wohnungen eingerichtet werden. 

Social Media

Umfrage

Statt des Lifts: Soll es eine Rampe zur Alten Fahrt geben? Stimmen Sie ab!