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  • 12.01.2016
  • von Enrico Bellin

Antrag aus Kleinmachnow für Parteitag am Samstag: SPD soll Druck machen für Stammbahn

von Enrico Bellin

Kleinmachnow - Die mittelmärkische SPD soll sich für eine zügige Untersuchung von Kosten und Nutzen eines Wiederaufbaus der Stammbahn einsetzten. Das fordert der Kleinmachnower Ortsverein in einem Antrag für den SPD-Unterbezirksparteitag Potsdam-Mittelmark am Samstag. „Nur wenn wir eine schnelle Bahnverbindung von Potsdam, Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow nach Berlin bauen und großzügige Park&Ride- Plätze, auch für Fahrräder, anbieten, wird der Verkehrsstrom geringer werden und einige vom Auto auf die Bahn umsteigen“, so der SPD-Ortsvorsitzende Reinhard Roß in einer Pressemitteilung. Der Ortsverein hatte sich Anfang Januar einstimmig für den Wiederaufbau der Stammbahn von Potsdam über Kleinmachnow nach Zehlendorf ausgesprochen und gleichzeitig auch die Verlängerung der S-Bahn von Teltow nach Stahnsdorf gefordert.

Roß glaubt an eine „überwältigende Mehrheit“ für seinen Antrag beim Parteitag. Sowohl Parteigenossen im Landtag und den Kommunen als auch die Bürgermeister und der Landrat sollen sich laut dem den PNN vorliegenden Antrag dafür einsetzen, die von der Berliner SPD ins Spiel gebrachte Nutzung der Stammbahn als Schnellradweg zu verhindern. Zudem solle die Bahn die vorhandenen Anlagen wie Bahndamm und Brückenpfeiler so instandhalten, dass ein Aufbau der Stammbahn, auf der seit 1945 kein Zug mehr fährt, möglich ist. Außerdem sollen die Länder Berlin und Brandenburg zügig eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellen. Sollte sie positiv ausfallen, soll die Bahn unter Nutzung europäischer Förderprogramme wieder aufgebaut werden.

Reinhard Roß glaubt, dass mit der für Ende April erwarteten neuen Bevölkerungsprognose für Berlin auch die Chancen für den Wiederaufbau der Bahnstrecke steigen werden. Außerdem sei für die Teltower Region der Wiederaufbau wichtig. „Im Speckgürtel Berlins einschließlich Potsdam werden 80 Prozent der Brandenburger Steuern erzeugt, da muss man auch vernünftige Verkehrsangebote anbieten“, so Roß. Enrico Bellin

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