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  • 04.01.2016

3,5 Millionen Euro in Infrastruktur investiert: Beelitz baut und macht kaum Schulden

Beelitz - Beelitz hat viel investiert, neue Schulden muss die Stadt aber weitgehend nicht machen. Das hat Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis Beelitz/BBB) jetzt erklärt. Bislang habe Beelitz 2,37 Millionen Euro an Krediten aufgenommen. Geplant gewesen seien ursprünglich acht Millionen Euro. Das Geld sollte für Vorhaben wie die Sanierung des Ärztehauses oder die Planung der neuen Sporthalle in Fichtenwalde ausgegeben werden. Die gute Bilanz zeige, dass „wir trotz eines großzügigen Spielraumes sehr sorgfältig mit unseren Finanzen umgehen“, so der Bürgermeister.

Vor zwei Jahren hatten die Beelitzer Stadtverordneten zusammen mit dem Doppelhaushalt 2014/15 einen Rahmen für die Aufnahme von Krediten beschlossen. Zudem waren ältere Darlehen getilgt worden. Mithilfe der Kredite sollen den Angaben nach neun Vorhaben bezahlt werden: Neben der Sporthalle und der Ärztehaus-Sanierung gehören dazu der Neubau eines Feuerwehrstützpunktes sowie die Sanierung des Bahnhofsgebäudes. Mit den Bauarbeiten sei teilweise bereits begonnen worden, teilweise laufen noch Fördermittelanträge. Abgeschlossen seien die Instandsetzung der Nieplitzbrücke am Freibad, die LED-Umrüstung der Lampen in einigen Bereichen der Stadt, der Bau eines Kunstrasenplatzes, die Erweiterung des Marktplatzes in Fichtenwalde sowie die brandschutztechnische Sanierung der Oberschule.

Die meisten Investitionen seien aus dem laufenden Haushalt bezahlt worden, so Knuth. Die finanzielle Lage der Stadt sei gut. Investiert worden seien 3,5 Millionen Euro – mehr als die Summe der aufgenommenen Kredite. Dennoch habe sich an der Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt kaum etwas geändert. Sie sei gegenüber dem Jahr 2010 sogar leicht gesunken: von damals 171 Euro auf aktuell 146 Euro pro Einwohner. Damit liege Beelitz deutlich unter dem Niveau anderer Kommunen. So kämen laut Landesstatistikamt in Werder (Havel) 460 Euro Schulden auf jeden Einwohner, in Treuenbrietzen seien es sogar 2130 Euro. Durchschnittlich liege die Verschuldung im Landkreis bei 470 Euro pro Kopf. PNN

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