16.08.2018, 28°C
  • 03.09.2015
  • von Timo Kather

Polizei nimmt Teltower Bande fest : Betrug um zweistelligen Millionenbetrag

von Timo Kather

Teltow/ Berlin - Polizei und Staatsanwaltschaft haben am gestrigen Mittwochvormittag einer Bande mutmaßlicher Anlagebetrüger das Handwerk gelegt. In Teltow, dem Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf und in Frechen bei Köln wurden Haftbefehle gegen drei Männer und eine Frau im Alter von 45 bis 67 Jahren vollstreckt. Die Verdächtigen sollen rund 6000 Anleger um eine zweistellige Millionensumme betrogen haben. Der Vorwurf der Ermittler: banden- und gewerbsmäßiger Betrug, gewerbsmäßige Urkundenfälschung sowie Verstoß gegen das Kreditwesengesetz.

Die Verdächtigen – allesamt laut Staatsanwaltschaft „maßgebliche Verantwortliche der beteiligten Firmen“ – sollen ein Anlageprodukt verkauft haben, „in welchem potenziellen Anlegern der Ankauf von Gold suggeriert“ worden sei. Die mutmaßlichen Betrüger sollen insgesamt rund 54 Millionen Euro eingesammelt haben, um Gold zu kaufen. Von diesem Geld sollen die Verdächtigen einen zweistelligen Millionenbetrag – genauer wollte die Staatsanwaltschaft nicht werden – abgezweigt haben, um sich selbst zu bereichern. Die Gelder seien „nicht zum Ankauf von physischem Gold und somit vertragswidrig und betrügerisch verwendet“ worden, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Schon Ende Februar hatte die Polizei im Zuge der Ermittlungen 19 Firmen und Wohnungen in verschiedenen Berliner Bezirken sowie in Köln durchsucht. Damals waren vier Tonnen „angebliches Gold“, so die Behörden damals, gefunden worden. Außerdem war umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Offenbar reichte es aus, um die Verdächtigen nun in Untersuchungshaft zu nehmen. Die Ermittlungen dauern an. 

Social Media

Umfrage

Die Einengung der Zeppelinstraße in Potsdam hat im Zuge der Dieseldebatte bundesweit Interesse geweckt. Ist die Maßnahme nötig, um ein Dieselfahrverbot in Potsdam zu verhindern? Stimmen Sie ab!