Wiesbaden - Auf deutschen Straßen sterben immer weniger Menschen. „Ich habe große Hoffnung, dass wir dieses Jahr erstmals unter die Schwelle von 4000 Verkehrstoten kommen werden“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Donnerstag in Berlin. Starben 1970 deutschlandweit noch mehr als 21 300 Menschen durch Verkehrsunfälle, so ging die Zahl der Unfallopfer seitdem fast stetig zurück. Zwischen Januar und Ende Juni verloren 1675 Menschen bei Unfällen ihr Leben, 15 Prozent weniger als ersten Halbjahr 2009, teilte das Statistische Bundesamt mit.
„Die bessere Fahrzeugsicherheit hat ebenso dazu beigetragen wie die strengeren Sicherheitsvorschriften – von Gurtpflicht und Kindersicherung bis zur Straßenverkehrsordnung“, sagte Ramsauer. „Die Fahrzeugbauer haben sicherlich ihren Teil dazu beigetragen“, sagte Ingeborg Vorndran vom Statistischen Bundesamt. Außerdem kommen im Verhältnis mehr Menschen in alten Autos ums Leben als in neuen Autos. „Und durch die Abwrackprämie fahren eben weniger alte Autos auf den Straßen.“ Nicht zuletzt habe der lange und kalte Winter eine Rolle bei der neuen Unfallstatistik gespielt: „Die Leute sind vorsichtiger gefahren - oder gar nicht“, sagte Vorndran.
Dagegen krachte es insgesamt im ersten Halbjahr 2010 häufiger: Rund 1,1 Millionen Unfälle registrierte die Polizei, das sind 2,4 Prozent mehr als zuvor. dpa
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