• 01.09.2010

Mehrheit findet GEZ-Gebühr zu hoch

17,98 Euro verlangt die GEZ jeden Monat von jedem Rundfunkteilnehmer. Davon werden ARD, ZDF und Deutschlandradio finanziert. Die meisten Gebührenzahler lehnen diesen Betrag als zu hoch ab. Laut einer aktuellen Befragung des Instituts Forsa im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) sagen 60 Prozent der Deutschen, dass sie monatlich 18 Euro für die öffentlich- rechtlichen Sender für zu viel finden. Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer zog aus diesen Zahlen den Schluss: „Das ist ein klares Signal. Wir müssen langfristig den Automatismus stoppen, dass die Rundfunkgebühren ständig steigen.“ Den Betrag von 17,98 Euro müssen heute alle Nutzer bezahlen, die ein Radio und einen Fernseher besitzen (es sei denn, sie sind davon befreit). Wer nur Radio oder einen Internet-PC hat, zahlt für die Empfangsmöglichkeit eine reduzierte Gebühr von 5,76 Euro.

Ab 2013 gibt es ein neues Gebührenmodell: Jeder Haushalt soll einheitlich 18 Euro bezahlen, egal ob, welche und wie viele Empfangsgeräte vorhanden sind. Es gibt dann keine reduzierte Gebühr für Haushalte ohne Fernseher mehr und „Schwarzsehen“ ist nicht mehr möglich. Laut Bitkom-Umfrage halten 54 Prozent der Deutschen die Haushaltsabgabe für gerechter als die bisherige GEZ-Gebühr. Jeder dritte Bundesbürger (31 Prozent) sagt allerdings auch, dass die Höhe der Pauschale von 18 Euro eine Mehrbelastung für ihn darstellen wird. jbh

  • Erschienen am 01.09.2010 auf Seite 23

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