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  • 09.08.2018
  • von Joachim Huber

Ergebnis einer Umfrage: Die Zeitung hat noch Zukunft

von Joachim Huber

Gerne groß. Wie übervoll der US-Präsident Donald Trump den Mund nimmt, zeigt der Tagesspiegel: Die Idee von Scholz & Friends erhielt jetzt beim Kreativfestival "Cannes Lions" die Auszeichnung "Goldener Löwe", sie wurde auch beim Art-Directors-Club-Wettbewerb, den New York Festivals und den D&AD London prämiert. Foto: Karsten Wegener, Scholz & Friends

Die Mehrheit der Deutschen ist optimistisch, was die Zukunft der Printmedien angeht. Aber bei der Tagespresse ist der Optimismus deutlich größer als beim Boulevard

Die Aussage ist hammerhart: „Printmedien sind in zehn Jahren tot“. Aber es ist eben nur eine Aussage, mit der für die repräsentative Studie „New Storytelling“ der Initiative Nextmedia tausend Teilnehmer zwischen 18 und 65 Jahren konfrontiert wurden. Eine Mehrheit von 57 Prozent geht dann davon aus, dass es in zehn Jahren noch Printmedien geben werde. 34 Prozent glauben, dass die Aussage „eher nicht zutrifft“, neun Prozent bejahen sie voll und ganz.

Am Fortbestand der gedruckten Tageszeitung äußerten 52 Prozent und insbesondere die über 30-Jährigen keinen Zweifel. Quasi über alle Altersgruppen hinweg werden auch Fachmagazinen gute Chancen im Medienmarkt gegeben.

Deutlich düsterer zeigt sich das Meinungsbild bei Nachrichtenmagazinen (nur 29 Prozent der Befragten zeigen sich optimistisch), Boulevardzeitungen/-zeitschriften (26 Prozent), auf den schlechtesten Wert kommen Kundenmagazine mit 18 Prozent.

Roboterjournalismus nicht gefragt

Skeptisch äußerten sich die Befragten mit Blick auf neue technologische Entwicklungen in der Medienbranche wie den Roboterjournalismus. Texte, die von Computerprogrammen auf der Grundlage von Daten und vorformulierten Textbausteinen geschrieben werden, sehen die meisten Menschen ausgesprochen kritisch. So halten nur drei Prozent automatisierte Nachrichten und Roboterjournalismus für sinnvoll, 49 Prozent betrachten beides skeptisch, 28 Prozent finden es schlecht. 20 Prozent sagen, das hänge vom Thema der Berichterstattung ab,

Nur jeder Fünfte geht davon aus, dass Künstliche Intelligenz sich im Journalismus durchsetzen wird, 45 Prozent glauben das nicht, 34 Prozent gaben an, die Frage nicht beantworten zu können. Automatisiert erstellte Nachrichten halten 18 Prozent für glaubwürdig. 91 Prozent plädieren für die Kennzeichnung automatisiert erstellter Artikel. Joachim Huber

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