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  • 14.06.2018
  • von Markus Ehrenberg

VON TOR  zu Tor: WM-Check mit Philipp Lahm und Jessy Wellmer

von Markus Ehrenberg

Weltmeister im Gespräch - mit Moderatorin Jessy Wellmer und Philipp Lahm Foto: SWR/Patricia Neligan

Deutschland ist schön oder: Was der Tegernsee mit der Fußball-WM zu tun hat. Die tägliche WM-Medien-Kolumne.

Preisfrage: Welcher Ort liegt von Moskau genau 2371 Kilometer entfernt? Genau, der Tegernsee. Der Tegernsee ist ein Ort im oberbayerischen Landkreis Miesbach, der heilklimatische Kurort gehörte wohl auch zu den ausgewählten pittoresken Orten aus diesem Bier-Schunkel-Werbevideo („Deutschland ist schön“), das vor Jahren durchs Fernsehen geistert. Durchs Fernsehen geistern in den nächsten vier WM-Wochen auch wieder reichlich Experten. Was liegt näher, als einen dieser Experten mit der ARD-Moderatorin Jessy Wellmer an den Tegernsee zu verfrachten und von dort über WM-Spieler, Spiele, Form und Chancen räsonieren zu lassen?

Philipp Lahm und Jessy Wellmer also. Erster WM-Spieltag kurz vor der Eröffnung im Ersten: die Rubrik „Weltmeister im Gespräch“, vom Sofa weg am Tegernsee. Ein Schiffchen schipperte hinten vorbei, während sich im fernen Moskau Robbie Williams einsang (ganz nebenbei: ein schöner PR-Coup für Putin). Wellmer & Lahm plaudern über Teamgeist, Auftaktspiele, Gänsehaut (natürlich „pur“), das Schweigen von Mesut Özil nach dem Treffen mit Erdogan. Lahms Kernsatz: „Ich kenne Mezut seit Jahren, man muss ihm Zeit geben.“ Aha.

Ein neues TV-Sendekonzept mit „frischen, kompetenten und unverbrauchten“ Experten hat die ARD zur WM versprochen. Dazu hat man sich neben Philipp Lahm auch die Dienste von Thomas Hitzlsperger und Stefan Kuntz gesichert, alles Leute, die mehr oder weniger mit dem Deutschen Fußball Bund verbandelt sind, Kuntz gar als U21-Trainer. Ob das das dann alles dazu beiträgt, die Mannschaft von Joachim Löw besonders frisch und kritisch unter die Lupe zu nehmen, und das auch noch vom Sendezentrum aus Baden-Baden oder vom Tegernsee wird in den nächsten Wochen an dieser Stelle weiter diskutiert werden. Sicher braucht es dazu viele unverbrauchte Medienkritiker. 

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