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  • 13.06.2018
  • von Kurt Sagatz

Computer- und Videospieler: Generation 50 Plus inzwischen größte Gruppe

von Kurt Sagatz

Auf Spielemessen wie der E3 in Los Angeles probieren nicht nur männliche Gamer die neuen Titel aus. Rund die Hälfte der deutschen Spieler sind weiblich. Foto: AFP/Frederic J. Brown

Gamer werden immer älter: Die Gruppe der über 50-jährigen wächst besonders stark. Fast jeder zweite Spieler ist weiblich.

Video- und Computerspiele sind längst keine reine Jugenddomäne mehr. Die Gamer der ersten Stunde, die Super Mario noch auf einem Nintendo-NES-System gespielt oder sich mit Tetris auf einem Gameboy die Zeit vertrieben haben, sind inzwischen auch in die Jahre gekommen. Entsprechend ist das Durchschnittsalter der Nutzer von digitaler Unterhaltungssoftware weiter gestiegen und liegt nun bei 36,1 Jahren (2017: 35,5).

Der wichtigste Grund für den starken Anstieg des Durchschnittsalters ist allerdings, dass gerade die Altersgruppe der über 50-jährigen Gamer besonders stark wächst, wie der Branchenverband game auf Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens GfK herausgefunden hat. Diese Gruppe umfasst inzwischen 9,5 Millionen Spieler und Spielerinnen, das sind 800 000 mehr als noch ein Jahr zuvor. Damit stellt die Generation 50 plus die größte Gruppe der Spieler in Deutschland. „Games sind der ideale Vermittler digitaler Kompetenzen, das zeigt nicht zuletzt das große Spieler-Wachstum bei den über 50-Jährigen. Auch wenn niemand in dieser Altersklasse mit Computer- und Videospielen aufgewachsen ist, sind es Games, die ältere Spieler für Smartphones, Laptops und Co. begeistern“, interpretiert game-Geschäftsführer Felix Falk die Daten.

Über 34 Millionen Gamer in Deutschland

Eine weitere interessante Zahl betrifft die Geschlechterverteilung. Von den insgesamt 34,3 Millionen Gamern in Deutschland sind beinahe die Hälfte (47 Prozent) weiblich. Dabei nutzen Frauen nicht nur so genannten Casual Games für Zwischendurch, sondern genauso Blockbuster-Spiele wie die Fußball-Simulation „Fifa“, in der es auch ein Frauenteam gibt. Mittlerweile gibt es kaum noch Games ohne weibliche Charaktere. Der Typus Lara Croft wird dabei immer häufiger von zeitgemäßeren Figuren wie Evie Frye in „Assassin’s Creed – Syndicate“ ergänzt. Kurt Sagatz

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