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  • 19.01.2018
  • von Kurt Sagatz

ARD-Brennpunkt vor ZDF-Bergdoktor: Mit Orkan Friederike kehren die TV-Quoten zurück

von Kurt Sagatz

Die Einschaltquoten im deutschen Fernsehen werden wegen einer technischer Panne frühestens am Freitag wieder veröffentlicht. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Eine Woche lang mussten Fernsehsender, Werbetreibende und Zuschauer ohne TV-Quoten auskommen. Am Donnerstag waren wieder genügend Messgeräte für die Wiederaufnahme der Datenlieferung aktiviert.

Während der Fernverkehr der Bahn derzeit noch eingeschränkt arbeitet, weil Bahnmitarbeiter die Strecken von umgestürzten Bäumen befreien müssen, haben die Techniker der Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) in Kooperation mit der Marktforschungsinstitut GfK den Messbetrieb für die TV-Quoten zumindest soweit wieder hergestellt, dass am Freitagmorgen wieder wie üblich die vorläufigen Daten ausgeliefert werden konnten.

Und so sah die Fernsehnutzung am Donnerstag in Deutschland aus: Auf Platz eins stand der ARD-"Brennpunkt: Orkan Friederike", den ab 20:16 Uhr 7,87 Millionen Menschen eingeschaltet hatten. Damit hatte die elfminütige Sondersendung einen Marktanteil von 23,5 Prozent. Mit 6,96 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 21,1 Prozent folgte auf Platz zwei die ZDF-Reihe "Der Bergdoktor" vor dem zur gleichen Zeit beginnenden ARD-Film "Nord bei Nordwest - Waidmannsheil" (6,67 Millionen Zuschauer, 20,2 Prozent Marktanteil). Das ZDF-Spezial "Orkan über Deutschland - Sturm, Schäden, Bahn-Chaos" landete mit 4,72 Millionen Zuschauern nur auf Platz acht.

Keine Angaben zur Ursache der Störung

Die Quotenmessung, die für die Errechnung der Werbepreise herangezogen wird und von AGF und GfK im Auftrag der Sender - sowohl der kommerziellen als auch der öffentlich-rechtlichen - durchgeführt wird, war in der vergangenen Woche ausgefallen, weil es zu einer Übertragungsstörung zwischen dem zentralen Abrufserver und den TC-Score-Messgeräten in den rund 5000 Test-Haushalten gekommen war. Über die Ursache der Störung hatte AGF-Geschäftsführer Willibald Müller gegenüber dem Tagesspiegel keine Auskunft geben wollen. Die Störung war jedoch so gravierend, dass Techniker bei sämtlichen Geräte vor Ort ein Software-Update vornehmen mussten.

Noch sind nach Angaben der AGF nicht alle Messgeräte reaktiviert worden. Für die vorläufige Berechnung der Gesamtquoten ist dies jedoch nicht nötig, sondern erst für die genaue soziodemografische Auswertung. Bisher sei es aufgrund des Vorfalls zu keinem Datenverlust gekommen, hatte die Arbeitsgemeinschaft weiter mitgeteilt. Somit ist eine nachträgliche Analyse weiterhin möglich. Die AGF werde in den kommenden Tagen darüber informieren, wann dem Markt endgültig gewichtete Daten für den betroffenen Zeitraum nachgeliefert werden können, heißt es weiter in der Mitteilung.

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