23.11.2017, 13°C
  • 10.11.2017
  • von Kurt Sagatz

Der Brite an der Seite von "Magnum": Schauspieler John Hillerman ist tot

von Kurt Sagatz

Stets britisch korrekt: John Hillerman (links) als Jonathan Quayle Higgins III und Tom Selleck als Privatdetektiv Magnum. Foto: imago/ZUMA Press

Seine Rolle als versnobter Verwalter in der TV-Serie "Magnum" brachte ihm Preise und Anerkennung ein, dabei stammte der Schauspieler aus Texas. Jetzt ist er mit 84 Jahren gestorben.

Die Rolle des versnobten, leicht hochnäsigen Briten hatte John Hillerman perfektioniert – und das obwohl der Schauspieler aus dem US-Bundesstaat Texas stammte. Die Noblesse, mit der er in den 80er Jahren in der US-Serie „Magnum“ den Verwalter Jonathan Higgins spielte, brachte ihm sowohl einen Golden Globe als auch einen Emmy ein. Für den Erfolg der Krimiserie, von der insgesamt 162 Folgen produziert wurden, war Hillerman beinahe ebenso wichtig wie Hauptdarsteller Tom Selleck. Am Donnerstag ist Hillerman im Alter von 84 Jahren im texanischen Houston gestorben. Es hatte einige Anstrengungen und die Arbeit mit einem Sprecherzieher gekostet, um den texanischen Akzent in die typisch englische Sprechweise zu ändern.

John Hillerman war die perfekte Verkörperung des stets korrekten Briten, der für die Hemdsärmeligkeit des Privatdetektivs Magnum genauso wenig Verständnis hatte wie für dessen Leichtfertigkeit im Umgang mit den Besitztümern von Hauseigentümer Robin Masters. Als Higgins hatte Hillerman sogar Gastauftritte in den Serien „Mord ist ihr Hobby“ mit Angela Lansbury, „Simon & Simon“ und „Zurück in die Vergangenheit".

Mit 40 erstmals vor der Kamera

Seine Karriere begann Hillerman Ende der 1950er Jahre am Theater. Er war bereits 40 Jahre alt, als er erstmals vor der Kamera stand. In Peter Bogdanovichs Film „Die letzte Vorstellung“ mit Jeff Bridges spielte er einen Englischlehrer, in „Paper Moon“ – ebenfalls von Bogdanovich – hatte er eine Doppelrolle als Deputy und Schmuggler. Es folgten Rollen in Spielfilmen wie „Chinatown“ von Roman Polanski und der Westernkomödie „Der wilde wilde Westen“ von Mel Brooks.

Ende der 80er Jahre spielte er an der Seite von Pierce Brosnan, Christopher Lee und Sir Peter Ustinov eine der Hauptrollen in der Verfilmung von Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“. Eine indirekte Verbindung von Hillerman gab es sogar zu Berlin: In den 90ern spielte er in einer US-Fernsehserie einen Ex-Spion und Besitzer einer West-Berliner Bar während des Kalten Krieges. Kurt Sagatz

Social Media

Umfrage

Soll die Biosphäre abgerissen werden, wie es die Grünen-Fraktion im Stadtparlament nun fordert? Stimmen Sie ab!