Foto: Mike Wolff
Roland Bertschi, 64, Rentner,
aber noch im Theaterbereich tätig.
Früher Schauspieler und Regisseur.
Wohnt in Prenzlauer Berg.
Lieblingsfilm:
„Tatis Schützenfest“. Schwarz-weiß mit Farbtupfern – toll!
Mein Berliner Lieblingskino:
Das International, wegen des Treppenaufganges. Der ist wie
eine Schleuse, man geht durch
und ist ein anderer Mensch.
Zwischen den Filmen gehe ich
ein Bier trinken mit ...
... meiner Freundin. Wir sind oft unterschiedlicher Meinung, aber „Melancholia“ hat uns beiden
gut gefallen.
Mein Survival-Kit als Juror:
Luft, es geht immer um Luft! Und stramm gehen zwischen den Filmen.
Ich gucke im Kino weg, wenn
in „Der Andalusische Hund“ von Luis Buñuel das Auge zerschnitten wird. So etwas kann keiner sehen.
Der Film, der mein Leben
verändert hat:
„Pünktchen und Anton“. Das war der erste Film, den ich je gesehen hab.
Er hat mich damals sehr beschäftigt, wegen dieser Kluft zwischen Arm
und Reich.
Im Kino nervt mich
wenn im Ton keine Ruhe gelassen wird. Diese Dauerpower aus den großen Verstärkern gefällt mir nicht.
Meine Traum-Sitznachbarn im Kino: Links Federico Fellini, rechts Louis
de Funès. Funès hatte eine unglaubliche Präzision in seiner Komik, und Fellini ist für den Film,
was Stradivari für die Geige ist.
Kino ist für mich ...
... das Abstreifen der Realität.
Die Stadt Potsdam braucht dringend Geld, um die Pflege der Parks der Stiftung Preussischer Schlösser und Gärten zu sichern. Wie soll der Betrag eingetrieben werden?