• 11.03.2010

Phantom der Oper spukt in London weiter

Fast ein Vierteljahrhundert nach der Erstaufführung des wohl erfolgreichsten Musicals aller Zeiten hat Andrew Lloyd Webber jetzt in London die Fortsetzung seines „Phantom der Oper“ herausgebracht. „Love Never Dies“ spielt nicht mehr im Pariser Opernhaus, sondern auf Coney Island, wo das Phantom eine Freakshow betreibt. Dort begegnet es seiner großen Liebe wieder, der Sängerin Christine Daae – und deren Sohn Gustave. Die Inszenierung in Webbers eigenem Adelphi Theatre ist pompös: Pferde galoppieren über eine Leinwand, zu tragischer Musik wallen Nebelschwaden. Fast 20 Jahre lang hatte Webber über eine Fortsetzung des „Phanoms“ nachgedacht: Zunächst wollte er Frederick Forsyth’ Roman „The Phantom in Manhattan“ vertonen, verwarf die Idee dann aber. Später löschte Webbers Kater Otto angeblich Musikstücke, die der Komponist bereits in seinem Computer gespeichert hatte.

„Love Never Dies“ soll bald schon in New York und Australien nachgespielt werden. Deutsche Fans müssen sich dagegen noch gedulden: Zwar können sie ab Freitag den Soundtrack kaufen, aber das Musical selbst soll hierzulande nicht vor 2011 zu sehen sein. dpa

  • Erschienen am 11.03.2010 auf Seite 23

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