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  • 12.03.2018
  • von Ingo Salmen

Surf-Rock-Legende: Ventures-Gitarrist Nokie Edwards ist tot

von Ingo Salmen

Mit Hits wie „Walk, Don't Run“ und „Hawaii Five-O“ prägten die Ventures den Surf Rock. Jetzt ist ihr langjähriges Mitglied Nokie Edwards gestorben.

Sie haben mehr als 100 Millionen Alben verkauft, Instrumentalhits wie „Walk, Don't Run“ und „Hawaii Five-O“ prägten eine ganze Generation von Rockgitarristen. Die Surfmusik der Ventures verkörperte die Coolness der amerikanischen Westküste. Jetzt ist ein bisschen von dieser Leichtigkeit verlorengegangen: Nokie Edwards, langjähriges Mitglied der Gitarrenrockband, ist an diesem Montag im Alter von 82 Jahren gestorben. Das erfuhr der Tagesspiegel aus seinem Umfeld.

Edwards, geboren am 9. Mai 1935 in Oklahoma, war indianischer Abstammung. Ende der 1950er Jahre stieß er als Bassist zu den Ventures hinzu. Später übernahm er von Bob Bogle die Rolle des Leadgitarristen und verfeinerte den Klang der Band mit seinem Fingerstyle-Spiel, das an Country-Legende Chet Atkins angelehnt war. Gemeinsam standen sie für den unbekümmerten Sound der frühen 60er Jahre. Mit der Titelmusik der US-Serie „Hawaii Five-O“ landeten sie Ende des Jahrzehnts noch einmal einen Hit.

Ein Revival erlebten die Ventures, als Quentin Tarantino ihr Stück „Surf Rider“ (in einer Version der Lively Ones) für den Soundtrack von „Pulp Fiction“ verwendete. 2008 wurden sie in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen. Vor allem in Japan blieb die Band über Jahrzehnte populär. Edwards, der offiziell Mitte der 80er ausgestiegen war, war auf ihren Asientourneen bis ins hohe Alter immer wieder als Gast dabei.

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