• Alles Gute kommt von oben

    von Kerstin Decker

    Wilfried Franz wollte eine eigene Welt aufbauen und erfand das Kinderkaufhaus Spiele-Max. Nun war er sein eigener Herr und niemandem untertan. Schon gar nicht dem lieben Gott. Aber dann kam alles ganz anders – und der hat ihn gerettet

  • Wenn Brücken trennen

    von Torsten Hampel, Mitrovica

    Valdete Idrizi ist die mutigste Frau des Kosovo. Weil sie im Süden der geteilte Stadt Mitrovica bei den Albanern lebt und im Norden bei den Serben arbeitet. Zwischen den Stadtteilen fließt ein Fluss – ihn zu überqueren ist äußerst gefährlich

  • Der kaukasische Teufelskreis

    von Inna Hartwich, Naltschik

    Wie fern Russland rechtsstaatlichen Verhältnissen ist, zeigt sich vielleicht am deutlichsten in seinen südlichen Republiken – wo Muslime schnell als Terroristen gelten und verfolgt werden. So wie der Student Asparuch Schamajew, den seine Mutter wohl nie wiedersehen wird

  • „Wo war mei Leistung?“

    von Verena Mayer, Wien

    Die wahren Lumpen sind die Politiker. Was die Wiener Fiaker-Fahrer schon immer ahnten, erfahren jetzt auch alle anderen Österreicher. Staatsanwaltschaft und Parlament untersuchen die Machenschaften der ÖVP-FPÖ-Koalition der Regierung Schüssel. Sie stoßen dabei auf nahezu kleptokratische Strukturen

  • Rausch der Gewalt

    von Martin Gehlen, Kairo

    Ägyptens Militär verprügelt und misshandelt seit Wochen Demonstranten – und geht inzwischen auch brutal auf Frauen los

  • Das Phantom und sein Kult

    von Peer Junker und Benedikt Voigt

    Kim Jong Il beherrschte seit 1994 Nordkorea. Er war der „Irre mit der Bombe“: allgegenwärtig – und doch nicht zu fassen

  • Wulffs Kirchenasyl

    von Sabine Beikler, Sandra Dassler und Klaus Wallbaum

    Wahrscheinlich war es Zufall: Zweimal besuchte der Bundespräsident an diesem Wochenende Gotteshäuser. Am Samstag in Wittenberg, am Sonntag in Berlin Hat dort gesungen und aus der Bibel gelesen. Und da vielleicht gesucht, was ihm derzeit anderswo kaum vergönnt ist – Ruhe im Sturm

  • Madame und ihr Dämon

    von Martina Meister, Paris

    Manchmal nennt sie sich „Tochter des Monsters“. Marine Le Pen ist Nachfolgerin ihres Vaters als Vorsitzende des Front National. Und ihre Mission heißt „Entdämonisierung“: Nicht mehr rechtsaußen, in der Mitte will sie sein. Das scheinen ihr viele Franzosen abzunehmen. 20 Prozent würden sie nächstes Jahr wählen

  • Die Gardinenprediger

    von Gerald Drißner, Alexandria

    Demokratie halten sie für etwas Atheistisches. Sie träumen von einem Land ohne Bier und Bikinis und fürchten sich vor dem Höllenfeuer. Mit ihren Parolen bekommen die radikal-islamischen Salafisten in Ägypten immer mehr Zulauf. Beim ersten von drei Wahlgängen wurden sie zweitstärkste Partei

  • Gegangen, um zu kommen

    von Hans Monath und Antje Sirleschtov

    Kreidebleich ist FPD-Chef Philipp Rösler. Sein wichtigster Mitstreiter wirft hin. Jetzt steht er ganz alleine da. Genau dort, wo ihn Christian Lindner haben will

  • So weit, so nah

    von Kerstin Decker

    Aus vielen Gesichtern an diesem Trauertag spricht auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof verwandtes Vertrauen: Die Menschen haben Christa Wolf darum so tief vertraut, weil sie sich selbst und „die Innenseite der Weltgeschichte“ kannte. Am Dienstag wurde die Schriftstellerin in Berlin beigesetzt

  • Im Abgrund des Ehrgeizes

    von W. van Bebber, S. Beikler und U. Zawatka-Gerlach

    Schritt für Schritt hat sich Michael Braun in führende Positionen der Berliner CDU gekämpft: ein Parteisoldat und Strippenzieher. Zweifel waren ihm fremd. Vielleicht tut sein Sturz deshalb keinem wirklich leid

  • Nicht ohne meine Religion

    von Ingrid Müller, Kabul

    Zubaida Akbar und ihre Freundinnen lehnen sich gegen vieles in Afghanistan auf. Gegen Taliban, Belästigungen, Dreck und Elend. Ihr Schutz ist der Islam. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht als Nicht-Muslime gelten“, sagen sie. Es wäre ihr Todesurteil Sie machen Witze, aber ihre Angst ist real. Sie leben gefährlich

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