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  • 06.08.2015
  • von Torben Lehning

Studierendenausschuss der Universität Potsdam: Potsdams AStA wird gebeutelt

von Torben Lehning

Der Beutel aus dem vergangenen Jahr. Screenshot: AStA der Uni Potsdam, https://www.facebook.com/astaup

Für die neuen Erstsemester, die ihr Studium ab dem Wintersemester an der Universität Potsdam beginnen, wird es einen Begrüßungsbeutel geben. Doch die Sprüche, die darauf zu sehen sein sollen, gefallen nicht jedem.

Potsdam - Dürfen die das denn überhaupt? Der Studierendenausschuss der Universität Potsdam (AStA) lässt sich Jahr für Jahr etwas besonders Schmuckes einfallen, um die neuen Erstsemester zu begrüßen. Jeder der Neuankömmlinge soll direkt mit einem Modeaccessoire versorgt werden, wie es studentischer nicht sein könnte: ein Jutebeutel. Über die Bedruckung wird nun basisdemokratisch abgestimmt, eigene Vorschläge können noch eingereicht werden.

Viehring (CDU): Politik des AStA ist platt und respektlos

Doch seit Dienstagabend tobt in den sozialen Netzwerken ein großer Streit über die Laptop-, Mate- und Bücher-Tragetasche. Insbesondere der Vorschlag des AStA „Ohne Bildung werde ich Polizist_in/Verteidigungsminister_in/Soldat_in...“ sorgte für Aufregung. Dies offenbare die „Bildungsmisere des Landes“, kritisierte etwa der CDU-Stadtverordnete Clemens Viehring den Vorschlag. Er bezeichnete die Politik des AStA als „platt“ und respektlos gegenüber Polizei und Bundeswehr. AStA–Sprecher Paul Möller (23) sieht dem politischen Gegenwind gelassen entgegen. „Basisdemokratie ist Basisdemokratie. Mir scheint, da gibt es wohl ein Sommerloch“, sagte er den PNN.

Übrigens: Zur Zeit führt der Wilkommensspruch „Semester: 13 Wochen feiern, 1 Woche lernen, 1 Woche Panik und dann von vorn“ die Rangliste an. Welcher Slogan gewinnt, soll am 12. August entschieden werden. Fest steht nur eines: Wofür die Studierenden die ihnen zugewiesenen Gelder ausgeben, ist offenbar nicht nur an der Uni ein großer Streitpunkt.

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