• 24.08.2012

Potsdamer Professor:: Honecker wollte Deutschland mit Lafontaine führen

Der Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und Staatsvorsitzenden der DDR, Erich Honecker (am 08.10.1989 in Berlin). Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Sabrow: Der frühere DDR-Machthaber Erich Honecker hat nach neuen Forschungen noch kurz vor dem Zusammenbruch der SED-Herrschaft über eine deutsch-deutsche Föderation nachgedacht.

Diese hätte dann vom Saarländer Honecker in Ostdeutschland und vom Saarländer Oskar Lafontaine im Westen geführt werden sollen, sagte der Potsdamer Historiker Martin Sabrow der „Zeit“. Manche Indizien deuteten darauf hin, dass Honecker einem sentimentalen Saarpatriotismus nachhing, sagte der Leiter des Potsdamer Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF). Honecker, der am 25. August 100 Jahre alt geworden wäre, stammt wie Lafontaine aus dem Saarland. Die Biografie Honeckers sei viel sprunghafter gewesen als in der geglätteten Erzählung der DDR, so Sabrow. dpa


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  • Erschienen am 24.08.2012 auf Seite 01

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