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  • 10.08.2012
  • von Jan Kixmüller

Studentenwerk hat Kuze gekauft Studentenkulturzentrum wechselt den Besitzer

von Jan Kixmüller

Gerettet. Das Kuze. Foto: Manfred Thomas

Der seit Jahresbeginn geplante Kauf des Studentischen Kulturzentrums Potsdam (Kuze) durch das Studentenwerk ist am Mittwoch erfolgt. Wie das Studentenwerk mitteilte, werde es ab September Eigentümer des Gebäudes. „Eine drohende Zwangsversteigerung konnte somit doch noch abgewendet werden und ein einmaliger, studentischer Kulturstandort in zentraler Lage langfristig gesichert werden“, so das Studentenwerk. Das bestehende Nutzungskonzept sowie alle bestehenden Mietverhältnisse würden durch das Studentenwerk übernommen. „Kuze und Studentenwerk arbeiten bereits seit längerer Zeit sehr vertrauensvoll zusammen“, sagte Geschäftsführerin Karin Bänsch. „Die Zusammenarbeit wird durch die Übernahme der Liegenschaft sicherlich noch weiter intensiviert werden.“

Die Potsdamer SPD-Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein begrüßte den Kauf. Nun könne das Kuze in den Elfleinhöfen als innerstädtischer studentischer Treffpunkt gesichert werden. „Das Studentenwerk ist dafür ein ideale Partner“, sagte Wicklein. Sie erwarte, dass alle Beteiligten ein tragfähiges und inhaltlich ausgewogenes Konzept für diesen wichtigen studentischen Standort entwickeln. „Die Chancen müssen genutzt werden, damit das Kuze ein attraktiver Begegnungsort wird.“

Auch der Studierendenausschuss AStA der Uni zeigte sich über den Verkauf erfreut. „Wir freuen uns nun auf eine bessere Zusammenarbeit mit unserem neuen Vermieter“, sagte AStA-Referent Franz-Daniel Zimmermann den PNN. Man bedanke sich beim Ministerium für die Zustimmung zum Kauf, auch wenn dies recht lange gedauert habe. „Nun können wir unseren Auftrag, studentische Kultur günstig und für alle in der Innenstadt anzubieten, gerecht werden“, sagte Zimmermann.

Im Februar hatte das Studentenwerk Potsdam seine Absicht erklärt, das Kuze vom damaligen Eigentümer Dietrich Garski zu kaufen. Das Wissenschaftsministerium hatte dem Studentenwerk Potsdam den Kauf des Kulturzentrums zunächst nicht genehmigt. Als dann eine Zwangsversteigerung drohte, hatte das Ministerium die notwendige Prüfung der Wirtschaftlichkeit dann doch vorgenommen und dem Kauf zugestimmt.

Der Mietvertrag für das Kulturzentrum ist auf 25 Jahre angelegt und an eine studentisch-kulturelle Nutzung gebunden. Durch die Insolvenz der Eigentümergesellschaft hatte eine Zwangsversteigerung gedroht und die Gefahr, dass ein neuer Besitzer von einem möglichen Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen könnte. Bei einer anderweitigen Nutzung des Objekts hätten Rückzahlungen von Fördermitteln nötig werden können.

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