• 10.03.2010

Schellnhuber am Santa Fe Institute PIK-Chef wurde bis 2013 zum Professor berufen

Schellnhuber

Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), wurde zum Professor am Santa Fe Institute (SFI) ernannt. An dem Institut im US-Bundesstaat New Mexico arbeiten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Komplexitätsforschung und untersuchen physikalische, biologische und soziale Systeme sowie Fragen der Informationsverarbeitung. Mit der Wahl in den Kreis der SFI-Forscher werden Schellnhubers „vielfältige wissenschaftliche Beiträge zur Forschung auf diesem Gebiet“ gewürdigt, so das SFI. Er wurde zunächst bis Juni 2013 berufen.

Schellnhuber sei eingeladen, „aktiv am intellektuellen Leben“ am SFI teilzunehmen. Als „External Professor“ könne er Mitglied des Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses werden und Arbeitsgruppen und Workshops organisieren. Die eingeladenen Wissenschaftler sollen am SFI forschen, selbstständig oder in Zusammenarbeit mit Kollegen, und regelmäßig über ihre Aktivitäten berichten.

Schellnhuber wird zunächst Vorträge auf der „Global Sustainability Summer School” des SFI halten, die im Juli dieses Jahres beginnt. Desweiteren plant er die Etablierung der Nachhaltigkeitswissenschaften als Teilgebiet der Komplexitätsforschung voranzutreiben. Schellnhuber will seine Arbeit als Direktor des PIK und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen während seiner Tätigkeit am SFI fortsetzen.

Die Forschungsthemen am SFI reichen vom Klimawandel über das Verhalten von Aktienmärkten bis zu Mustern der Biodiversität, die den Zusammenbruch eines Ökosystems anzeigen könnten. Ziel der Forschung ist, „die gemeinsamen fundamentalen Eigenschaften komplexer Systeme zu entdecken und zu verstehen, die vielen der größten Probleme zugrunde liegen, mit der Wissenschaft und Gesellschaft heute konfrontiert sind“. PNN

  • Erschienen am 10.03.2010 auf Seite 23

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