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  • 18.07.2018

Klimaforscher legen Leitlinien für Banken vor

Die Vereinten Nationen haben zusammen mit 16 Banken erste Leitlinien erarbeitet, um dem Finanzsektor zu helfen, klimabezogene Risiken und Chancen besser zu erkennen. An dem zu Grunde liegenden Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) war das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zusammen mit Banken, Risiko- und Investmentmanagement-Experten und Forscher-Kollegen des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) und der Internationalen Energieagentur (IEA) beteiligt.

Elmar Kriegler, Vize-Chef des Forschungsbereichs Nachhaltige Lösungsstrategien am Potsdamer PIK, hat grundlegende ökonomische Szenarien zu dem Bericht beigetragen. „Zwei-Grad-Szenarien beschreiben eine vollkommen neue Welt – eine Welt mit CO2-freier Energie-Erzeugung und einer Landnutzung, die CO2 aus der Atmosphäre bindet und nicht freisetzt“, erklärte der Forscher dazu.

Im Abkommen von Paris haben die Staaten der Welt beschlossen, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen. Daher sei es enorm wichtig, dass Banken und Unternehmen die Möglichkeit dieser Zwei-Grad-Welt bei ihren Investitionsentscheidungen mit einberechnen können. „Nur, wer die Möglichkeiten sieht, kann seine Erwartungen für die Zukunft anpassen – und damit wiederum diese Zukunft ermöglichen“, sagte PIK-Forscher Kriegler. Dazu biete man nun gemeinsam mit den UN, den Banken und anderen Forschern die wissenschaftliche Grundlage an. Die Wissenschaft habe darin die Risiken und Chancen durchgerechnet. „Nun ist es an der Finanzwirtschaft, dies zu nutzen“, so Kriegler. „Das große Geld hat große Verantwortung.“ Kix

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