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  • 04.07.2018

Lehrpreis für digitale Formate Potsdamer unter den besten Hochschullehrern

Foto: privat

Christopher Musick von der Universität Potsdam gehört zu den besten brandenburgischen Hochschullehrern. Am Dienstag wurde er zusammen mit Dozenten aus Frankfurt (Oder) und Eberswalde von Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) mit dem 6. Landeslehrpreis für hervorragende Lehrtätigkeit 2018 ausgezeichnet (jeweils 5000 Euro). Christopher Musick erhält den Preis in der Kategorie „Bewerbungen“ für sein Projekt „The Reflective Pre-Service Teacher“, das sich an Lehramtsstudierende im Fach Englisch im Ausland richtet. Die Jury bewertet das Projekt als „innovatives und exzellentes Beispiel für den didaktischen Mehrwert von digitalen Lehrformen“.

Das Bewerbungs-Projekt von Musick sieht vor, dass im Rahmen einer Präsenzphase vor dem Auslandsaufenthalt Unterrichtsentwürfe diskutiert werden. Im Laufe der anschließenden Praxisphase im Ausland nutzen die Studierenden die Möglichkeit von Tandemmodellen zur Überprüfung der eigenen Lehransätze und zum Austausch mit Kommilitonen, wobei auch digitale Instrumente genutzt werden.

Einen weiteren Lehrpreis in der Kategorie „Bewerbungen“ erhält Sabine Seidel von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) für ihr Projekt „Wissen schaffen im Team: Kollaborieren, Organisieren, Führen“. Einen Lehrpreis in der Kategorie „Studentische Vorschläge“ erhält Mario Schmitz von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde für das Pflichtmodul „Mathematik für Ingenieure I“.

Wissenschaftsministerin Münch betonte zur Preisverleihung die Bedeutung der Lehre für die Qualität der Hochschulen und die Zukunftsfähigkeit des Landes. „Im Wettbewerb um attraktive Studienbedingungen spielen gute Lehre und motivierte Lehrende eine herausragende Rolle“, sagte sie am Dienstag. Sie seien die Grundlage für gut ausgebildete Fachkräfte und exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs. Als wichtigen Partner der Hochschulen bei der Entwicklung guter Lehre nannte sie das Netzwerk Studienqualität Brandenburg. „Das Land unterstützt die Hochschulen durch eine leistungsbezogene Mittelvergabe und konkrete Vereinbarungen zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre in den Hochschulverträgen“, so Münch.

Mit dem diesjährigen Preis habe das Ministerium bewusst Lehrende auszeichnen wollen, „die nicht nur didaktisch hervorragend sind, sondern durch die Verzahnung von digitalen und Präsenz-Lehrformaten in ganz besonderer Weise auf die Anforderungen einer modernen Lebens- und Arbeitswelt reagieren und dazu beitragen, digitale Kompetenzen zu entwickeln“. Münch bezog sich dabei auf den Bericht „Distanzen überwinden“ der Landesregierung von 2017. Darin sei deutlich geworden, welche Möglichkeiten die Digitalisierung für ein Flächenland wie Brandenburg bringt – und wie viele Initiativen im Land bereits angeschoben wurden. „Bis Ende des Jahres wollen wir gemeinsam mit einem prominent besetzten Digitalbeirat eine Strategie entwickeln, die die Weichen für ein digitales Brandenburg der Zukunft stellt“, so Münch. Kix

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