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  • 16.10.2017
  • von Jan Kixmüller und Sarah Kugler

Semesterstart in Potsdam: Los geht's

von Jan Kixmüller und Sarah Kugler

Rund 5200 Erstsemester beginnen in diesen Tagen an den drei staatlichen Hochschulen Potsdams ihr Studium. Sieben von ihnen berichten von ihren Bewerbungen, ihren Zielen und Erwartungen.

Nicola Land, 20

studiert Digitale Medienkultur an der Filmuni

Da komme ich her

Ich komme aus Rostock und bin dort auf eine christliche Privatschule gegangen, die hinsichtlich Medien nicht so viel geboten hat. Mich hat das aber schon immer interessiert, deswegen habe ich mich informiert und bin so auf die Filmuni gekommen.

Da will ich hin

Ich würde gerne bei einem Fernseh- oder Radiosender arbeiten. Gerne als Moderatorin vor der Kamera oder als Produzentin. Mein Ziel ist es, erst einmal den Bachelor zu absolvieren und zu schauen, welche Möglichkeiten sich danach ergeben. Eventuell werde ich den Master noch dranhängen.

So lief die Bewerbung

Ich musste drei Aufgaben abarbeiten: Aus dem Film- und Fernsehbereich, eine Textanalyse und ein Essay über das Internet. Als das geschafft war, gab es ein Auswahlgespräch, das kurz und knackig war. Ich habe mir davor schon etwas Stress gemacht und es ist schon etwas einschüchternd, wenn sechs Personen vor einem sitzen, die dich prüfen. Aber letztendlich war es gar nicht schlimm und hat Spaß gemacht.

Das erwarte ich von der Hochschule

Ich habe die Filmuni ausgewählt, weil sie auch die direkte Anbindung an die Filmstudios hat und alle Studiengänge hier zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass ich dadurch die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten kennenlerne und eine gute Vernetzung erhalte. Also auch Kontakte für Praktika oder den Beruf.

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Nico Sass, 21

studiert Geowissenschaften an der Universität Potsdam 

Da komme ich her

Ich komme aus Sankt Peter-Ording ganz im Norden an der Nordseeküste. Nach dem Abitur hatte ich in Hamburg ein Jahr lang Fitness-Ökonomie studiert. Das war ein duales Studium. Nach Differenzen im Ausbildungsbetrieb habe ich das Studium dann abgebrochen. Ich bin jetzt nach Potsdam gezogen, ich wohne mit meiner Freundin in Fahrland. Ich komme vom Land und da dachte ich, dass ich dort gut aufgehoben bin.

Da will ich hin

Ich habe das Ziel, nach dem Studium zur Berufsfeuerwehr zu gehen. Als Grundlage für diese Laufbahn brauche ich ein naturwissenschaftliches Studium. Geowissenschaften hat mich am meisten interessiert. Das passt auch zur Feuerwehr, wenn es beispielsweise um Naturkatastrophen geht. Als kleines Kind war ich viel in der Natur und habe viel experimentiert, ich hatte schon immer ein Interesse für die Natur.

So lief die Bewerbung

Ich hatte mir die Universität schon vor der Bewerbung angeschaut. Mir war aufgefallen, dass hier alles sehr neu und modern ist. Dann hatte ich eine Mail geschrieben, die mir von der Uni sehr nett beantwortet wurde. Die Bewerbung lief dann komplett online und völlig reibungslos. Es wurde alles sehr verständlich erklärt. Ich hatte dann schon vor dem Bescheid angefangen, eine Wohnung zu suchen. Das war schwer und sehr zeitaufwendig. Ich musste dafür mehrfach den weiten Weg von der Küste herkommen. Es hat sich aber gelohnt, die Wohnung ist nun günstig.

Das erwarte ich von der Hochschule

Ich erwarte, dass ich gut Anschluss finde und dass ich mir auch neben dem Studium soziale Kontakte aufbauen kann. Von der Hochschule erwarte ich, dass ich mir im Studium viel Wissen aneignen kann, das ich dann auch für die Berufsfeuerwehr brauchen werde. An meinem ehemaligen Wohnort war ich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Hier möchte ich mich aber erst einmal auf das Studium konzentrieren.

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Max Stolze, 25

studiert Produktdesign an der Fachhochschule Potsdam 

Da komme ich her

Ich komme aus dem Nordosten Berlins, habe vor dem Studium eine Tischlerausbildung absolviert und war ein halbes Jahr im Ausland. Die Ausbildung war nicht unbedingt für mein Studium notwendig, aber es passt natürlich gut. Und für den privaten Bereich ist es durchaus auch praktisch.

Da will ich hin

Eigentlich möchte ich in die Innenarchitektur und zum Möbeldesign. Ich möchte aber erst einmal den Bachelor machen und dann schauen, wo es mich hintreibt. Das Studium ist ja auch ziemlich breit gefächert, ich kann auch in andere Studiengänge mit reinschnuppern und bin noch gar nicht festgelegt, in welche Richtung es geht.

So lief die Bewerbung

Ich musste wie bei jedem Kunststudium eine Mappe einreichen, die meine künstlerischen Fähigkeiten zeigt. Dazu gab es eine Hausaufgabe zum Thema Behinderung, für die ein Produkt designen musste. Ich habe dafür eine öffentliche kostengünstige und selbstreinigende Toilette gewählt, die sich gut in das Stadtbild eingliedern soll.

Das erwarte ich von der Hochschule

Zunächst einmal ein schönes Studium, nette Leute, eine gute Zeit. Wenn ich hier Kontakte in meine Branche knüpfen könnte, wäre das natürlich auch super. Ich werde auf jeden Fall versuchen, so viel wie möglich aus dem Studium herauszuholen.

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Ingolf-Christopher Facius, 20

studiert Sound an der Filmuniversität Potsdam

Da komme ich her

Ich komme ursprünglich aus Mildenau, das liegt bei Annaberg im Erzgebirge, und habe schon in der Grundschule angefangen, erste Instrumente zu lernen. Hauptsächlich bin ich immer Sänger gewesen und bin irgendwann in Chemnitz in eine Musicalgruppe gerutscht. Außerdem war ich ein Jahr in Ohio an einer riesengroßen Schule, die musische Vertiefung angeboten hat. Dort war ich nicht nur im Chor, sondern habe auch viel über Tontechnik gelernt, was mich schon immer interessiert hat. Mein Gastvater hatte auch eine Band, das war richtig cool. Letztendlich habe ich dann in Deutschland mein Abitur auf einem Musikgymnasium absolviert und dabei schon gemerkt: Ton, das ist es für mich. Allerdings braucht man für das Studium schon ein halbes Jahr lang Berufserfahrung und deswegen habe ich nach dem Abi in Annaberg-Buchholz am Eduard-von-Winterstein-Theater in der Tonabteilung gearbeitet.

Da will ich hin

Ich komme ja eher von der musikalischen Bühne, würde aber sehr gerne Filmmusik schreiben. Den Regisseuren und Produzenten auf einer auditiven Ebene zu helfen, ein großes ganzheitliches Werk zu erschaffen, das reizt mich sehr.

So lief die Bewerbung

Es gab einen theoretischen und einen praktischen Prüfungsteil: Wir mussten in der Gehörbildung ganz viel nachweisen, Klavier spielen, ein Tonkonzept zu einem Film schreiben. Kenntnisse in Mathe und Physik, besonders zur Akustik, nachweisen. Bei mir hat es beim ersten Versuch geklappt und ich bin total glücklich.

Das erwarte ich von der Hochschule

Ein Tonmeister hat mir gesagt, die Filmuniversität Babelsberg sei die beste, die ich besuchen kann. Deswegen sind die Erwartungen inhaltlich natürlich sehr hoch. Außerdem gibt es hier so viele Projekte, bei denen man sicher Kontakte knüpfen und praktisch arbeiten kann. Das ist für den späteren Beruf sicherlich von Vorteil.

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Oriana Pauen, 20

studiert Geowissenschaften an der Uni Potsdam 

Da komme ich her

Ich habe auf dem Gymnasium Villa Elisabeth in Wildau im vergangenen Jahr Abitur gemacht. Ich komme aus Schulzendorf in der Nähe von Schönefeld. Nach dem Abi hatte ich gearbeitet und war dann in Kanada. Dort habe ich in Alberta einen Monat auf einer Ranch gearbeitet. Mit Geowissenschaften hatte ich vorher eigentlich nichts zu tun, außer dass mich in der Schule der Geografieunterricht interessiert hat.

Da will ich hin

Ich möchte gerne in die Richtung Geologie gehen. Ich denke, dass man dabei viel reisen kann, um die Dinge zu erforschen. Mich interessiert, wie die Erde entstanden ist, wie sie sich in den Schichten zusammensetzt. Ich will an der Universität den Bachelor und den Master machen – und dann einen guten Job finden. Mein Wunsch ist es, in die Forschung zu gehen.

So lief die Bewerbung

Erst einmal musste man sich natürlich etwas zurecht finden. Ich habe mich online im Internet beworben. Wenn man es erst einmal verstanden hatte, war es relativ einfach. Auf der Homepage wurde man gut geführt. Telefoniert habe ich wenig dafür. Das Fach war ohne Zulassungsbeschränkung. Ich hatte vorher auch überlegt, Psychologie zu studieren. Aber dort war es schwer, hineinzukommen. Ich wollte nicht lange auf das Studium warten. Daher habe ich etwas gesucht, das mich interessiert und leichter zugänglich ist. Es gab auch kein Aufnahmegespräch und keine sonstigen Anforderungen. Die Zulassung kam pünktlich.

Das erwarte ich von der Hochschule

Von der Hochschule erwarte ich, dass einem geholfen wird, wenn man mal gar nicht mehr weiter weiß. Ich erwarte auch, dass die Menschen nett sind und dass auch immer jemand da ist, wenn man Rat braucht. Ich hoffe, dass man nicht extrem auf sich selbst gestellt ist. Im Studienfach selbst lasse ich erst einmal alles auf mich zukommen. Ansonsten möchte ich einfach nur in Ruhe studieren. Ich habe viele Freunde an meinem Wohnort in Schönefeld. Da ich einen weiten Weg habe, werde ich sicher nicht viel Freizeit in Potsdam verbringen. Mit der Bahn brauche ich zwischen anderthalb und zwei Stunden. Aber ich wollte nicht in Berlin studieren, weil Potsdam einen besseren Ruf hat. Berlin kann sehr anstrengend sein, von Potsdam erwarte ich, dass es kleiner und netter ist.

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Lorena Junghans, 20

studiert Digitale Medienkultur an der Filmuniversität Babelsberg 

Da komme ich her

Ich komme ursprünglich aus Rumänien, als ich zehn Jahre alt war, sind wir nach Deutschland gezogen. Ich habe dann in Eschwege gelebt, das liegt in Nordhessen. Das ist eine sehr kleine Stadt, von daher gab es da nicht viele kulturelle oder mediale Einflüsse. Aber ich bin nach dem Abitur für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Kapstadt gegangen, habe dort gearbeitet und dort viele Eindrücke gesammelt, die mich in Richtung Medien gebracht haben. Ich habe mich dann informiert und bin auf die Filmuni sowie meinen Studiengang gestoßen, der mich sehr begeistert hat.

Da will ich hin

Ich sehe Medien als ein Werkzeug, um Gutes bewirken zu können. Das heißt, ich möchte Geschichten von Menschen erzählen, die keine Stimme haben. Ich möchte ihnen eine Stimme geben, gute Botschaften weitergeben, die unsere Gesellschaft positiv beeinflussen können. In welchem Bereich ich nachher arbeite, ist mir egal, Hauptsache, ich kann zu einem weltoffenerem Weltbild beitragen.

So lief die Bewerbung

Ich habe mich noch aus Kapstadt beworben, also erst einmal die normalen Papiere, wie Abiturzeugnis, eingereicht. Danach mussten wir drei Essays verfassen und schließlich gab es ein Bewerbungsinterview. Das war schon etwas stressig, aber das Interview lief sehr gut und hat auch Spaß gemacht.

Das erwarte ich von der Hochschule

Ich erwarte durchaus viel. Da das eine Filmhochschule ist, werde ich auf viele Menschen treffen, die auch in dem Bereich arbeiten werden. Das bedeutet schöne Zusammenarbeiten, Projekte und interessante Kontakte, die ich knüpfen kann. Ich erhoffe mir die Filmuni als einen Raum, in dem ich meine Ideen umsetzen kann.

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Liv Bünger, 19

studiert Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Potsdam

Da komme ich her

Ich komme ursprünglich aus Rostock, habe aber die letzten drei Jahre im Norden von Berlin gewohnt und dort 2016 auch mein Abitur gemacht. Im vergangenen Jahr habe ich eine Tanzausbildung gemacht, also alles querbeet: Jazzdance, Ballett, Hip-Hop. Das hatte nicht direkt etwas mit meinem jetzigen Studium zu tun, aber es ist mein Hobby. Ich designe schon seit der neunten Klasse total gerne am Computer, erstelle Plakate oder so etwas in der Art und hatte in der Schule auch Leistungskurs Kunst. Außerdem interessiere ich mich für Typografie und so ist der Wunsch nach dem Studium nach und nach gereift.

Da will ich hin

Ich möchte auf jeden Fall in den Bereich Design, mal schauen, ob ich in einer Werbeagentur oder beim Film und Fernsehen lande. Aber erstmal möchte ich meinen Bachelor machen und dann wahrscheinlich auch den Master dranhängen.

So lief die Bewerbung

Ich musste eine Mappe mit eigenen Entwürfen einreichen, bei denen ich thematisch vollkommen frei war. Und eine Hausaufgabe zu dem Thema Grenzen. Das war relativ aufwendig, weil ich alles gezeichnet habe, aber das hat auch sehr viel Spaß gemacht.

Das erwarte ich von der Hochschule

Die Fachhochschule hat mich sofort von der Optik und dem Klima her angesprochen, als ich das erste Mal hier war. Deswegen erhoffe ich mir vor allem ein angenehmes Miteinander. Der Aufbau meines Studienganges hat mir auch sehr zugesagt und ich bin gespannt, ob ich hier auch erste Kontakte in die Branche knüpfen kann.

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24 400 Studierende an Potsdamer Hochschulen - und viele neue Angebote in diesem Wintersemester

An der Universität Potsdam beginnen am Montag 16. Oktober zum Wintersemester 2017/18 rund 4100 Studierende ihr erstes Fachsemester. 2650 von ihnen nehmen zum ersten Mal ein Studium an einer Hochschule auf, die anderen wechseln das Fach oder die Hochschule. Damit zählt die Universität nach derzeitigem Stand 19 730 Studierende, etwas mehr als im vergangenen Herbst. Für den Vizepräsident für Lehre und Studium, Andreas Musil, spricht die Entwicklung für den guten Ruf der Hochschule: „Auch wenn die Immatrikulation, insbesondere der Masterstudiengänge, noch nicht abgeschlossen ist, können wir bereits jetzt feststellen, dass sich unsere Universität bei Studieninteressierten einer konstant hohen Beliebtheit erfreut.“ Man nehme die große Nachfrage als Ansporn für die Weiterentwicklung des Lehrangebots, so Musil.

Auf jeden Studienplatz gab es nach Angaben der Hochschule im Durchschnitt sieben Bewerbungen. Besonders gefragt waren Studiengänge wie Psychologie, Medienwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre, aber auch die Lehramtsstudiengänge. Auch der neu eingerichtete Bachelorstudiengang Soziologie stieß auf großes Interesse. Die Nachfrage habe hier das Angebot um das 14-fache überstiegen. Als erste deutsche Hochschule führt die Universität zum Wintersemester nun einen Masterstudiengang für Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation ein. Er verfolgt einen interdisziplinären Ansatz zwischen den Fächern Wirtschaftsinformatik, Informatik, Betriebswirtschaftslehre und Verwaltungswissenschaft. Hier sollen zukünftige Chief Digital Officers (CDO) und Chief Executive Officers (CEO) für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft ausgebildet werden.

Neue Studiengänge in Potsdam

Deutschlandweit einzigartig ist auch der neue Masterstudiengang Angewandte Kulturwissenschaft und Kultursemiotik, der ein berufs- und praxisnahes Curriculum aufweist. Zudem wird hier in Kooperation mit der Universität Turin ein binationaler Master mit doppeltem Abschluss angeboten. Diese Kombination konzentriert sich auf die Analyse und Optimierung von sprachlichen, visuellen, audiovisuellen und medialen Formen der Kommunikation. Auch in den Erdwissenschaften gibt es einen neuen international ausgerichteten Masterstudiengang: Im englischsprachigen Studiengang „Remote Sensing, geoInformation and Visualization“ geht es um Technologien der Fernerkundung und Methoden der Datenverarbeitung. Mit Modellen und Theorien werden Geoinformationen untersucht und schließlich mit modernen Möglichkeiten der Visualisierung aufbereitet und kommuniziert.

Der Präsident der Universität, Oliver Günther, kündigte zudem an, dass im neuen Semester mit dem Wissenschafts- und dem Bildungsministerium Gespräche über eine qualitative und quantitative Ausweitung des Lehrerstudiums fortgeführt werden sollen. Auch die Frage der Gesundheitswissenschaften werde eine Rolle spielen. Hier kooperiert die Uni eng mit der BTU Cottbus-Senftenberg und der Medizinischen Hochschule Brandenburg. „Ziel ist es, das Projekt ,Gesundheitscampus Brandenburg’ durch eine gemeinsame Fakultät zu unterlegen“, so Günther.

An der Fachhochschule Potsdam ist die Nachfrage nach Studienplätzen auch zu diesem Wintersemester ungebrochen. Mit 4400 Bewerbungen sei die Zahl der Interessierten im Vergleich zum Vorjahr um rund 250 Bewerber gestiegen, meldete die Hochschule. Insgesamt werden nach aktuellem Stand knapp 900 Erstsemester immatrikuliert. Die FH hat damit rund 4000 Studierende – und wächst weiter. Für den besonders nachgefragten Studiengang Soziale Arbeit war die Zahl der Bewerbungen auf 2131 gestiegen. Die Bewerbungen für den Masterstudiengang Urbane Zukunft, der erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde, haben sich laut FH mehr als verdoppelt.

Aufbruchparty im Casino

Die neuen Studierenden erwartet nach Worten des FH-Präsidenten Eckehard Binas eine gut aufgestellte Hochschule mit einem Jahresetat von rund 23 Millionen Euro, 75 000 Quadratmetern Nutzfläche, 23 Studiengängen, fünf Fachbereichen und 105 Professoren. Immerhin 38 Prozent der Professoren sind weiblich – im Bundesdurchschnitt sind es nur rund 23 Prozent.

2017 ist für die FH ein besonderes Jahr, weil sich zum 25. Mal der Parlamentsbeschluss zu ihrer Gründung jährt. Just in diesem Jahr wird die Fachhochschule endlich auf ihrem zentralen Campus an der Kiepenheuerallee zusammengeführt. Bis zum Sommer 2017 noch studierte ein Teil der FH-Studierenden im alten Gebäude am Alten Markt, das nun abgerissen werden soll. Der Abschied von 25 Jahren in der Friedrich-Ebert- Straße wird am 21. Oktober mit einer Kehraus-Feier begangen. Nicht wie ursprünglich geplant im leergezogenen FH-Gebäude, sondern mit einem „Markt der Erinnerungen und Perspektiven“ vor dem alten FH-Bau. Ab 17 Uhr werden dort noch einmal letzte Schlaglichter auf einen „im Verschwinden begriffenen Ort“ geworfen. Um 22 Uhr wird dann eine „Kehraus-Tram“ zum Campus Kiepenheuerallee fahren, wo im wiedereröffneten Casino auf dem FH-Campus eine gemeinsame Aufbruch-Party mit Bands und DJs gefeiert wird.

Eine Filmhochschule mit Universitätsstatus

An der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ wurden zum neuen Semester 180 neue Studierende begrüßt, insgesamt hat die Filmuni damit rund 650 Immatrikulierte. Die Filmuniversität zählt sich selbst zu den modernsten und größten Filmschulen Deutschlands. Im Juli 2014 erlangte sie als erste deutsche Filmhochschule den Universitätsstatus. „Mit ihrem einzigartigen gewerke- und teamorientierten Ausbildungsprofil, den erfolgreichen Produktionen und innovativen Forschungsprojekten trägt die Filmuniversität zur Zukunft der Bewegtbildmedien bei“, so die Hochschule. Neu ist in diesem Jahr der Weiterbildungsstudiengang Digital Media Law and Management, den die Filmuni zusammen mit dem Erich Pommer Institut startet – 24 Studierende sind dafür zugelassen, davon 14 an der Filmuni und zehn an der Universität Potsdam.

24 400 Studierende an drei Hochschulen in Potsdam

Insgesamt sind an den drei öffentlichen Hochschulen in Potsdam zusammen mit der Universität Potsdam rund 24 400 Studierende immatrikuliert. Hinzu kommen Studierende der Fachhochschule Clara Hoffbauer sowie der Fachhochschule Sport & Management, beides sind private Hochschulen.

Die Zahl der Studierenden lag im Sommersemester 2017 im Land Brandenburg bei knapp 48 000, darunter rund 24 500 an Hochschulen in Potsdam. Das entspricht in etwa dem Wert aus dem Vorjahr. Zum Wintersemester 2016/17 liegt die durchschnittliche Bewerberquote in den NC-Studiengängen an der Uni Potsdam bei rund acht Bewerbungen je Studienplatz. Die Absolventenzahlen an den Landeshochschulen sind gegenüber 2011 im Jahr 2016 um rund 14 Prozent gestiegen. Einen besonderen Service für Potsdamer Studierende bietet die Verbraucherzentrale Brandenburg an: Eine Beratung für Fragen um Versicherungen, Warenumtausch oder auch Internetverträge. Für Studierende der Uni oder FH Potsdam ist die Beratung auf Grund einer Kooperation mit dem AStA Potsdam kostenlos. Weiter Informationen im Internet unter www.verbraucherzentrale-brandenburg.de.

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