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  • 07.09.2017
  • von Jan Kixmüller

Gesundheitsexperte an der Universität Potsdam: Berliner Spitzenforscher kommt

von Jan Kixmüller

Foto: Thilo Rückeis

Der Gesundheitsforscher Erwin Böttinger vom Berlin Institute of Health folgt dem Ruf an die Universität Potsdam. Dort soll er das Fachgebiet Digitalisierung des Gesundheitswesens an der aufbauen, das an der neuen Digital-Fakultät ensteht.

Potsdam - Der Universität Potsdam ist es gelungen, den international renommierten Gesundheitsforscher Erwin Böttinger aus Berlin abzuwerben. Böttinger wechselt nach Angaben der Uni zum 1. Oktober an die Digital-Engineering-Fakultät der Universität Potsdam und des Hasso-Plattner-Instituts. Bislang war der Spitzenforscher Vorstandsvorsitzender des Berlin Institute of Health (BIH).

Böttinger ergänze die Stärken der Potsdamer Uni

„Wir freuen uns, diesen international renommierten Experten für die Universität Potsdam gewinnen zu können“, sagte Uni-Präsident Oliver Günther am Mittwoch. Böttinger ergänze die Stärken der Potsdamer Uni im Bereich der Digitalisierung und Präzisionsmedizin in idealer Weise. Auch gebe es Schnittstellen zum Gesundheitscampus Brandenburg. Mit dem Wechsel Böttingers werde der Ausbau der erst im Frühjahr gegründeten Potsdamer Digital-Engineering-Fakultät konkreter, heißt es von der Hochschule: Als Spezialist für „Digital Health“ soll Professor Böttinger den neuen Bereich aufbauen und einen entsprechenden Studiengang konzipieren.

Den Anstoß gab der Dekan der neuen Fakultät Christoph Meinel

Nach Auskunft der Uni gab der Dekan der neuen gemeinsamen Fakultät von Universität und HPI, Christoph Meinel, den Anstoß für die Verhandlungen mit Böttinger. „Mit Professor Böttinger gewinnen wir für das neue ,Digital Health Center’ einen international renommierten Spitzenforscher mit hervorragenden Kontakten weltweit“, sagte Meinel. Der Gesundheitsforscher soll mit weiteren Experten modernste IT-Anwendungen und Datenanalysen im Gesundheitssystem entwickeln und erforschen. „Die Digitalisierung wird das Gesundheitswesen und die Medizin grundlegend verändern“, erklärte Meinel. „Deshalb werden wir im Bereich Digital Health eine umfassende Expertise aufbauen und Nachwuchs ausbilden.“

Der Gesundheitsforscher Böttinger sieht seine neue Aufgabe in Potsdam als Herausforderung. „Der Aufbau des zukunftsweisenden ,Digital Health Centers’ und des Studienganges Digital Health an der gemeinsamen Digital-Engineering-Fakultät der Universität Potsdam und des Hasso-Plattner-Instituts bietet einzigartige Möglichkeiten, die digitale Transformation der Medizin auf internationalem Topniveau mitzugestalten“, so Böttinger.

Böttinger hat internationalen Ruf in der biomedizinischen Forschung

Der Wissenschaftler hat sich in seiner bisherigen Karriere einen internationalen Ruf in der biomedizinischen Forschung erworben. Nach seinem Medizinstudium in Bayern wechselte Böttinger 1987 in die USA und forschte unter anderem an den Harvard-Universitätskliniken in Boston und dem National Cancer Institute. Vor seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er in New York City, wo er das Charles Bronfman Institute for Personalized Medicine gründete. Zuletzt leitete er das Berlin Institute of Health.

An der im April eröffneten Digital Engineering Fakultät wird in Kooperation von Universität Potsdam und Hasso-Plattner-Institut ein ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium angeboten. Die Hochschule selbst bezeichnet das Studienangebot als besonders praxisnah und deutschlandweit einmalig. Die sechste Fakultät der Potsdamer Universität wird komplett von der Plattner-Stiftung finanziert, bundesweit ist sie die erste privat- öffentliche Zusammenarbeit ihrer Art. Derzeit hat sie rund 500 Studierende, Schwerpunkt in Lehre und Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme.

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