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  • 05.07.2017
  • von Jan Kixmüller

Universität Potsdam bundesweit erfolgreich : Uni Potsdam erhält Millionen für Innovation

von Jan Kixmüller

Auf dem Uni-Campus Golm. Foto: Karla Ftitze/UP

Die Universität Potsdam hat sich mit Erfolg im Bundes-Wettbewerb „Innovative Hochschulen“ positioniert. Am Mittwoch wird ein neues Start-up-Center der Uni in Golm eröffnet.

Potsdam - Die Universität Potsdam zählt zu den drei Hochschulen Brandenburgs, die zur Förderung im Programm „Innovative Hochschulen“ empfohlen wurden. Wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Dienstag bekannt gab, erhalten neben der Potsdamer Uni auch die Technische Hochschule Wildau und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg die begehrte Millionen- Förderung für den Wissen- und Technologietransfer. Insgesamt wurden deutschlandweit 48 Hochschulen in 19 Einzel- und zehn Verbundvorhaben zur Förderung ausgewählt.

6,8 Millionen Euro in fünf Jahren für die „unternehmerischen Universität“

Die Potsdamer Uni erhält in den kommenden fünf Jahren insgesamt 6,8 Millionen Euro, um ihr Konzept der „unternehmerischen Universität“ umzusetzen. Mit ihrem Gründerzentrum „Potsdam Transfer“ und den gemeinnützigen Unternehmen UP Transfer und GO:INcubator habe die Universität Potsdam bereits „starke Strukturen für den Wissens- und Technologietransfer geschaffen“, hieß es von der Hochschule. Für die Potsdamer Uni ist das Innovations-Förderprogramm unter anderem auch eng verknüpft mit neuen Gründerräumen für Start-ups aus der Wissenschaft, die am heutigen Mittwoch auf dem Campus in Golm eröffnet werden. Mit dem sogenannten „EPI-Center“ soll hier ein wichtiger nächster Schritt zum „Innovationscampus Golm“ getan werden, der nun vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Auch soll die Vernetzung mit dem regionalen Umfeld gestärkt werden.

Wissens- und Technologietransfer als Beitrag zur Landesentwicklung

„Neben exzellenter Forschung und Lehre ist der Wissens- und Technologietransfer eine wichtige Aufgabe für die Universität – eine Aufgabe, mit der wir auch ganz direkt zur Landesentwicklung beitragen können“, erklärt der Präsident der Universität, Oliver Günther. „Als erfolgreiche Gründerhochschule ist es uns wichtig, unsere Start-ups gerade in der sensiblen Anfangsphase zu unterstützen“, sagt Günther: Die Uni hatte auch im deutschlandweiten „Gründungsradar“ des Stifterverbandes gut abgeschnitten. Mit dem „Innovationscampus Golm“ sollen laut Günther in den kommenden Jahren nun die Aktivitäten auf dem größten Uni-Campus Golm auf ein neues Niveau gehoben werden, in enger Kooperation mit lokalen Forschungs- und Wirtschaftseinrichtungen sowie der Stadt- und Landespolitik. In Golm sollen auf zusätzlichen drei Hektar Gewerbeflächen in den nächsten zehn Jahren rund 1000 neue wissenschaftsnahe Arbeitsplätze entstehen.

Bis zu fünf Start-ups im neuen EPI-Center der Universität

In den neuen Räumen, die heute eröffnet werden, sollen bis zu fünf Start-ups Platz finden. Hinzu kommt ein multifunktionaler Shared-working-Raum, in dem interdisziplinäre Projektteams am Standort die Möglichkeit erhalten, innovative Forschungsansätze mit Transferrelevanz weiterzuentwickeln. Die Räume sind innerhalb eines Jahres durch die Universität umgebaut und modernisiert worden. Das brandenburgische Wissenschaftsministerium beteiligte sich an der Finanzierung des Umbaus mit 105 000 Euro. „Golm ist heute schon ein wichtiger Innovationsstandort für das Land Brandenburg – mit dem neuen EPI-Center schaffen wir hier jetzt auch Raum für die Arbeitsplätze von morgen“, sagte Wissenschafts-Staatssekretärin Ulrike Gutheil.

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