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  • 17.02.2017
  • von Marco Zschieck

Hasso-Plattner-Institut Potsdam : Mehr Platz zum Denken

von Marco Zschieck

Baustelle. In der August-Bebel-Straße soll neben der ehemaligen Reichsbahnvilla ein Erweiterungsbau des Hasso-Plattner-Instituts entstehen. Dafür sind bereits Bäume gerodet worden. Foto: Johanna Bergmann

Das Hasso-Plattner-Institut errichtet an der August-Bebel-Straße einen Neubau für die neue Uni-Fakultät. Die Arbeiten haben bereits begonnen.

Babelsberg - Die geplante Erweiterung des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) nimmt nun erste bauliche Formen an. Auf dem Campus Griebnitzsee wird ein neues Gebäude errichtet, wie HPI-Sprecherin Christiane Rosenbach den PNN am Donnerstag auf Nachfrage sagte. Die Arbeiten haben bereits begonnen.

Konkret geht es um einen Neubau in der August-Bebel-Straße links neben der Villa. Zwischen dem Bestandsgebäude und der Zufahrt zum Parkplatz der Universität befindet sich ein noch unbebauter Grundstücksstreifen. Bisher standen dort Bäume. Nun wurde die Fläche größtenteils gerodet, um Platz für den Neubau zu schaffen. Wie Rathaussprecher Stefan Schulz den PNN sagte, seien die Fällungen genehmigt und die Baugenehmigung für den Neubau bereits erteilt. Nähere Angaben machte er nicht, da es sich um ein privates Bauvorhaben handele.

Die Fertigstellung ist für 2018 geplant

Nach Angaben des HPI soll es sich bei dem Neubau um ein dreistöckiges Gebäude handeln. Im Erdgeschoss sollen Seminarräume untergebracht werden, in den Obergeschossen Büros. „Das Baufeld ist abgesperrt, die Fertigstellung ist für 2018 geplant“, sagte Rosenbach. Das neue Haus F solle in Aufbau und Größe fast identisch sein zu dem bereits bestehenden Haus D, das sich, von der August-Bebel-Straße aus gesehen, rechts von der Villa befindet. Es wird über die gleiche Fassadenstruktur verfügen, allerdings ohne Sandstein, sondern mit Stahl, hieß es.

Zur Investitionssumme wollte sich das HPI auf Nachfrage nicht äußern. Bei den notwendigen Rodungen sei darauf geachtet worden, so viele Bäume wie möglich zu erhalten. Es seien keine geschützten Bäume betroffen gewesen. Bereits vor Baubeginn sei in Abstimmung mit der Stadt Potsdam eine doppelt so große Fläche aufgeforstet worden. Das HPI hatte früheren Baumaßnahmen sogar die Baupläne so angepasst, dass um wertvolle Bestandsbäume herum gebaut wurde.

Mehr Studenten für das Hasso-Plattner-Institut

Mit dem Neubau will das HPI Kapazitäten schaffen, um den wachsenden Raumbedarf zu bewältigen. Derzeit studieren etwa 500 Studenten in den Bachelor- und Masterstudiengängen des HPI. In den kommenden Jahren soll die Studentenzahl um etwa 150 wachsen. Deshalb wird der Ausbau in der August-Bebel-Straße nicht der letzte bleiben. Derzeit suche man noch nach geeigneten Flächen.

Hintergrund ist der beabsichtigte Umbau des HPI zu einer Fakultät gemeinsam mit der Universität Potsdam. Der Senat der Uni Potsdam hatte erst Ende November die Weichen für den strategischen Ausbau gestellt. Einstimmig waren die Pläne angenommen worden, gemeinsam mit dem HPI eine neue, eigenständige Fakultät für „Digital Engineering“ an der Universität einzurichten. Das Hasso-Plattner-Institut – bisher ein „An-Institut“ – wird so zu einer neuen, sechsten Uni-Fakultät für „Digital Engineering“.

Die Fakultät ist als eine gemeinsame Einrichtung, getragen von Universität und HPI GmbH, angelegt. Sie wird komplett über die hinter dem HPI stehende Hasso-Plattner-Stiftung finanziert. Ziel ist, die Rolle des Standorts Griebnitzsee als digitales Wissens- und Kompetenzzentrum zu stärken. 

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