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  • 01.06.2016
  • von Jan Kixmüller

Potsdamer Uni-Präsident kündigt Expansion an: Standort Golm soll weiter wachsen

von Jan Kixmüller

Ein Foto aus dem März 2014 vom Richtfest für den Erweiterungsbau des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung im Wissenschaftspark Golm. Foto: R. Hirschberger/dpa

Die Universität Potsdam gibt es seit 25 Jahren. Nun wagt Uni-Präsident Oliver Günther einen Blick in die Zukunft - und spricht von einem weiteren Ausbau des Standort Golms.

Potsdam - Die Universität Potsdam will zusammen mit der Stadt Potsdam und dem Land Brandenburg dem Wissenschaftsstandort Golm in den kommenden 25 Jahren noch einmal zu einer signifikanten Expansion verhelfen. Wie der Präsident der Universität Potsdam, Oliver Günther, im PNN-Interview sagte, werde es in Berlin für forschungsnahe Ausgründungen bald keinen Platz mehr geben. „Nun kann die Stunde von Golm schlagen“, so Günther. Alle Facetten würden nun zusammenpassen, sagte der Wirtschaftsinformatiker auch mit Blick auf den geplanten Bau eines zweiten Gründerzentrums am Standort Golm. „Jetzt können wir beim Ausbau quantitativ wie auch qualitativ eine Schippe drauflegen.“ Die Universität unterhält in Golm unter anderem ihren naturwissenschaftlichen Campus. Das neue Gründerzentrum baut die Stadt Potsdam.

Vor dem Hintergrund des diesjährigen 25. Jubiläums der Universität wagte Uni-Präsident Günther auch einen Blick in die Zukunft: „Warum sollte mit dem erreichten Wachstum nicht eine Verdopplung der wissenschaftlichen Aktivitäten in den kommenden 25 Jahren gelingen? Der Platz ist da!“ Eine aktuelle Studie der Universität Saarland bescheinigte der Universität Potsdam indes eine hohe sozioökonomische Strahlkraft im regionalen Raum. „Hier zeigt sich eindeutig, dass die Potsdamer Universität positive Entwicklungen ausgelöst hat, die teilweise auch schon kurz- und mittelfristig direkt dem Land zugutekommen“, sagte Oliver Günther dazu. Die Hochschulen sind nach Günthers Auffassung ein entscheidender Faktor für das langfristige Wachstum des Landes. Zwar fließe immer noch zu wenig Geld in die Hochschulen und es fehle in der Landesregierung die Bereitschaft, über die verschiedenen Landesressorts hinweg Mittel umzuschichten. „Aber die grundsätzliche Richtung stimmt heute“, so der Uni-Chef. Für die weitere Entwicklung sei das Golmer Projekt ein sehr wichtiger Baustein

 

 


 

Das ausführliche Interview mit Oliver Günther gibt es in der Mittwochsausgabe der PNN (1. Juni) zu lesen - und ab Donnerstag auf pnn.de.

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