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  • 06.04.2016
  • von PNN

Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS): Potsdam an Energiewende-Initiative beteiligt

von PNN

Das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) erhält Förderung der Bundesregierung.

Das Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) ist bei der bislang größten Forschungsinitiative zur Energiewende vertreten. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat am Dienstag die Konsortien vorgestellt, die die Bundesregierung als Kopernikus-Projekte für die Energiewende fördert. Darunter ist auch das Projekt ENavi zur Systemintegration mit 64 Partnern, das IASSe-Direktor Ortwin Renn leiten wird. ENavi betrachtet die Energiewende als einen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess. Auf diesem Wege will das Projekt dazu beitragen, die Energiewende mit größtmöglicher Akzeptanz voranzutreiben. Die erwarteten Erkenntnisse sollen auch eine Abschätzung des Marktpotenzials verschiedener Technologien erlauben.

In den vier ausgewählten „Kopernikus-Projekten für die Energiewende“ werden über einen Zeitraum von zehn Jahren gemeinsam von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems entwickelt. Mit dem Start der Kopernikus-Projekte geht Forschungsinitiative in vier Schlüsselbereichen in die Umsetzung: der Entwicklung von Stromnetzen, der Speicherung überschüssiger erneuerbarer Energie durch Umwandlung in andere Energieträger, der Neuausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung und dem verbesserten Zusammenspiel aller Sektoren des Energiesystems. „Wir werden zeigen, dass eine sichere, bezahlbare und saubere Energieversorgung machbar ist, ohne auf Wohlstand und Arbeitsplätze zu verzichten“, sagte Wanka. Bis 2025 sollen neue Energiekonzepte auf den Weg gebracht werden, die im großtechnischen Maßstab angewendet werden können. „Und die auch gesellschaftlich mitgetragen werden“, so Wanka.

Die vier Konsortien werden in diesem Jahr mit den Forschungsvorhaben beginnen. Die Projektlaufzeit ist in drei Phasen unterteilt, sodass eine Anpassung an aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse möglich ist. Die zunehmende Dynamik und steigende Komplexität im Energiebereich spiegelt sich in der flexiblen Zusammensetzung der Konsortien wider. Aus diesem Grund sollen während der Laufzeit weitere Partner die Möglichkeit erhalten, ihre Expertise in die Konsortien einzubringen. Dazu wird es 2017 eine zusätzliche Ausschreibung geben. 

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