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  • 18.07.2013

Nach Missbrauchs-Vorwürfen: Haasenburg droht mit Personalabbau

Bei den Jugendheimen der Haasenburg fürchtet man nach den gravierenden Vorwürfen und Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft jetzt die Konsequenzen.

Potsdam - Die umstrittenen Haasenburg-Heime befürchten infolge der Misshandlungsvorwürfe einen Personalabbau. Als Grund sieht der Betreiber den vom Land verhängten Belegungsstopp für die Heime in Brandenburg. Die Haasenburg GmbH wehrt sich juristisch gegen das Verbot, neue Kinder und Jugendliche in den Heimen aufzunehmen. Wann das Verwaltungsgericht Cottbus in dem Eilverfahren entscheidet, ist noch offen. „Das Personal muss der Belegungsstärke angepasst werden“, sagte der Sprecher der Haasenburg GmbH, Hinrich Bernze. Ein Personalabbau sei die „traurige, aber logische Konsequenz“ des Belegungsstopps. Diesen hatte Brandenburgs Bildungs- und Jugendministerium in der vergangenen Woche bis zum 31. August befristet verhängt. Zudem hatte Jugendministerin Martina Münch (SPD) drei Erziehern eine weitere Tätigkeit in den Heimen verboten. Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt gegen Erzieher und Heimbetreiber. Das Ministerium sehe keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Stopp und einem möglichen Personalabbau, sagte eine Sprecherin. Zwar gebe es viele Nachfragen von Jugendämtern aus ganz Deutschland, die Kinder nach Brandenburg geschickt hätten. „Bislang hat niemand Signal gegeben, dass er diese abziehen will“, sagte sie. Laut Ministerium hatte das Landesjugendamt 2012 zwei Gruppen der Haasenburg GmbH stillgelegt, weil es an pädagogischem Fachpersonal gemangelt habe. (dpa)

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