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  • 08.07.2013
  • von Alexander Fröhlich, Marion van der Kraats

Konsequenzen aus der Haasenburg-Affäre: Linken-Funktionär fordert Münchs Rücktritt

von Alexander Fröhlich, Marion van der Kraats

In den drei Heimen der Haasenburg sollen Jugendliche misshandelt worden sein. Jetzt werden Vorwürfe laut, dass das Bildungsministerium davon wusste. Foto: dpa

Brandenburgs Bildungsministerin ist jetzt wegen der Misshandlungsvorwürfen gegen Jugendheime unter Druck geraten. Laut Linken-Kreischef Sascha Krämer wusste sie lange von den Anschuldigungen.

Potsdam/Hamburg- Bei den Linken in Brandenburg werden nach den Misshandlungsvorwürfen in privat betriebenen Kinder- und Jugendheimen erstmals Forderungen nach einen Rücktritt von Bildungsministerin Martina Münch (SPD) laut. Der Potsdamer Linken-Kreischef Sascha Krämer sagte den PNN: „Es stellt sich die Frage nach der politischen Verantwortung, zumal Ministerin Münch von den Vorwürfe lange wusste. Sie muss Konsequenzen ziehen und zurücktreten.“ Landtagsfraktion und Parteispitze der Linken gingen in ihrer Kritik an den Vorgängen um die Haasenburg GmbH bislang nicht so weit. Dem Vernehmen nach aber hat Krämer Rückendeckung von Teilen der Fraktion.

Das Bildungsministerium ist damit beschäftigt, die Vorwürfe dreier Jugendlicher aus einem der umstrittenen Haasenburg-Heime aufzuklären. Die Jungen waren aus einer Einrichtung weggelaufen. „Wir wollen wissen, wer wem was vorwirft“, sagte ein Ministeriumssprecher. Auch Hamburgs Grüne und Linke wollen die Vorgänge in den Kinder- und Jugendheimen in Brandenburg geklärt haben. Das Land hat mehrfach Kinder nach Brandenburg geschickt, nachdem eine eigene Einrichtung geschlossen worden war.

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