• 06.10.2012
  • von Ariane Lemme

Massenhafte Magen-Darm-Erkrankungen: Chinesische Erdbeeren. Und was noch?

von Ariane Lemme

Foto: dapd

Tiefkühl-Obst aus China soll flächendeckend die Welle von Brechdurchfall ausgelöst haben. Daran aber bestehen Zweifel, denn die gab es nicht überall - zumindest nicht in Potsdam-Mittelmark. Sodexo kündigt Entschädigungen an.

Potsdam - Tiefgefrorene Erdbeeren aus China waren offenbar nur eine Ursache für die massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen in Ostdeutschland. Nach Angaben des Thüringer Gesundheitsministeriums betreffe das „mindestens Thüringen und Sachsen“. Der Caterer Sodexo habe die Erdbeeren aufgetaut und zu Kompott verarbeitet, das mit Grießbrei gereicht wurde, hieß es beim Bundesamt für Verbraucherschutz. Die Nachspeise sei danach in Einrichtungen in Sachsen und Thüringen geliefert worden, die später Brechdurchfall-Erkrankungen gemeldet hatten. Unklar ist noch immer, um welchen Erreger es sich sich handelt.


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Doch die Erdbeer-Spur kann nach PNN-Informationen nur eine von mehreren Ursachen sein. Denn im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark, einem der am stärksten betroffenen Kreise, war nach Aussagen von Eltern dieses Erdbeerkompott nicht gereicht worden. Dort erkrankten Kinder, nachdem sie Fischstäbchen oder Kartoffelpuffer mit Apfelmus gegessen hatten. Zu diesen Lebensmitteln lagen noch keine Erkenntnisse vor.

Am späten freitagaabend kündigte Sodexo an, die Erkrankten entschädigen zu wolleen. Das teilte das Unternehmen am Freitagabend in Rüsselsheim mit, ohne weitere Details zu nennen.

Bundesweit waren mehr als 11 000 Menschen – vor allem Hort- und Schulkinder – erkrankt, im Land Brandenburg knapp 3 500 . In Potsdam wurden 106, in Potsdam-Mittelmark insgesamt 1007 Fälle (darunter 972 Kinder) gemeldet. (mit dapd)

 

 

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