Monströse Bagger schaufeln tiefe Löcher in die Landschaft, damit es in Berlin nicht dunkel wird. Im Tagebau Welzow-Süd wurde bereits 1966 mit der Kohleförderung begonnen
Durch die geplante Erweiterung des Braunkohletagebaus Welzow-Süd in Brandenburg wird einem neuen Gutachten zufolge ein Dorf durch einen Erdrutsch bedroht. Die von dem Energiekonzern Vattenfall geplanten Sicherungsmaßnahmen wiesen mehrere Schwachstellen auf, teilte der Umweltverband Greenpeace am Mittwoch in Cottbus mit.
Cottbus - Dadurch sei im schlimmsten Fall auch eine Flutwelle aus dem Sedlitzer See in den 60 Meter tiefer gelegenen Tagebau zwischen Senftenberg und Spremberg möglich, so Greenpeace.
Vattenfall will den Tagebau mit einer langen und tief in die Erde reichenden sogenannten Dichtwand gegen das Eindringen von Wasser aus anderen Bereichen absichern. Diese Dichtwand könnte dem Gutachten zufolge jedoch von Grundwasser unterspült werden. Aufgrund des hohen Wasserdrucks aus dem deutlich höher gelegenen Gelände in den Tagebau seien zudem weitere Probleme zu erwarten.
Die Tagebau-Pläne von Vattenfall und Brandenburg seien „haarsträubend“ und dürften nicht genehmigt werden, erklärte Greenpeace. Sollte der Tagebau Welzow-Süd wie geplant erweitert werden, werde damit das Leben zahlreicher Braunkohlearbeiter und der Dorfbewohner von Lieske aufs Spiel gesetzt. Die Katastrophe könne weitaus schlimmer ausfallen als das Unglück in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt 2009, bei dem mehrere Häuser innerhalb weniger Sekunden abrutschten und drei Menschen starben.
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