Neuruppin/Hennigsdorf - Die Justiz hat bei der Suche nach dem Drahtzieher eines Fackelzuges vermummter Neonazis in Hennigsdorf (Oberhavel) eine Belohnung ausgesetzt. Am vergangenen Freitagabend waren etwa 30 bis 50 schwarz gekleidete Männer und Frauen durch den Ort gezogen und hatten verfassungsfeindliche Parolen skandiert. Polizisten konnten einige Beteiligte stellen. Nun fahnden die Ermittler noch nach Organisatoren und weiteren Teilnehmern. Wie die Staatsanwaltschaft Neuruppin am Mittwoch mitteilte, hat sie eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen, Volksverhetzung und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. An der Aktion in Hennigsdorf nahmen laut Polizei Neonazis aus Berlin und dem Landkreis Oberhavel teil. Mit dem Aufmarsch wollten sie offensichtlich an den 99. Geburtstag des in dem Ort geborenen NS-Kriegsverbrechers Erich Priebke erinnern, der in einem italienischen Gefängnis einsitzt. Die Teilnehmer hatten Pappmasken mit dessen Gesicht getragen. dpa
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