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  • 28.12.2011

Flughafen: Christoffers erwartet gute Entwicklung des Großflughafens Schönefeld

Ein Terminal aus Licht - die Abfertigungshalle am neuen Flughafen BER. Foto: Alexander Obst/Marion Schmieding/Berliner Flughäfen

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) rechnet fest mit einem Erfolg des künftigen Großflughafens in Schönefeld. Damit ist er nicht allein. Das Eröffnungsdatum im Juni 2012 steht, sagte Flughafenchef Schwarz.

Potsdam/Schönefeld - Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) rechnet fest mit einem Erfolg des künftigen Großflughafens in Schönefeld. Nach einer Faustformel gebe es auf eine Million Passagiere etwa 1.000 Beschäftigte, sagte Christoffers. Derzeit seien auf den alten Flughäfen in Schönefeld und Berlin-Tegel 18.000 Menschen beschäftigt, die Zahl werde wachsen.
Christoffers verwies auf eine Studie, wonach am neuen Flughafen zusätzlich 30.000 Arbeitsplätze entstehen könnten. In welchem Tempo das passieren werde, hänge von der Entwicklung des Flughafens und seines Umfelds ab.

Auch Flughafenchef Rainer Schwarz erwartet Sonderkonjunktur durch den Flughafen Schönefeld. Die Eröffnung des neuen Großflughafens in Schönefeld wird der Flughafengesellschaft im kommenden Jahr besondere Effekte bescheren. Es werde eine „Art Sonderkonjunktur“ geben, sagte Schwarz. Nach dem positiven Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zum Nachtflug hätten große Kunden wie Air Berlin und Lufthansa bereits deutliche Expansionspläne für den Hauptstadtflughafen bekanntgegeben. Auch Easyjet werde sich stärker engagieren. Die angekündigten neuen Verbindungen seien mittlerweile schon buchbar. Trotz des Flugroutenstreits stehe der Eröffnungstermin. Der neue Hauptstadtflughafen soll am 3. Juni 2012 in Schönefeld eröffnet werden, sagte Schwarz. "Das haben wir fest vor."

Die absolute Mehrheit der Bewohner in Berlin und Brandenburg freue sich auf den neuen Flughafen.In Sachen Flugrouten seien "wesentliche Verbesserungen" erzielt worden. "Ganz ohne Belastung wird es aber auch in Berlin nicht gehen", so Schwarz. "Wir müssen jetzt abwarten, ob die Flugrouten, die in der Fluglärmkommission festgelegt wurden, am 26. Januar durch das Bundesamt für Flugsicherung bestätigt werden." Dass das Bundesaufsichtsamt die Routendebatte neu aufrollen und die Eröffnung des Flughafens damit doch noch gefährden könnte, sieht Schwarz nicht: "Ich will der Entscheidung des Bundesaufsichtsamtes nicht vorweg greifen, aber die Inbetriebnahme kann gar nicht gefährdet sein. Denn der 26. Januar ist nicht ein willkürlich gewählter Termin, sondern ist früh genug angesetzt worden, um die Frage der Flugrouten rechtzeitig abschließend zu klären. Diese müssen auch vor Inbetriebnahme des Flughafens veröffentlicht werden."

Die Erweiterung des Flughafens um ein neues Terminal sei in den kommenden zwei, drei Jahren nicht vorgesehen. "Wir wollen das bestehende Terminal, in dem bis zu 27 Millionen Passagiere abgefertigt werden können, zunächst auf rund 30 Millionen erweitern. Die Kapazitäten dazu sind vorhanden." Man wolle zunächst beobachten, welche Verkehrsstrukturen sich in Schönefeld herausbilden. "Dann werden wir entscheiden, ob und wie ein Satellit gebaut wird. Die Pläne dafür haben wir schon entwickelt", so Schwarz. dapd

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