• 01.09.2010

Quecksilber: Selbstanzeige per Zeitung

Eberswalde - Die Finowfurter Firma Secoplast GmbH hat in einer Pressemitteilung und in einem Zeitungsinterview eingeräumt, Quelle der Quecksilbervergiftung in einer Kläranlage in Eberswalde (Barnim) zu sein (PNN berichteten). Allerdings sieht Geschäftsführer Rüdiger Schmidt sein Unternehmen als „Opfer einer illegalen Abfallentsorgungsmafia“.

Die Substanz sei der Firma von einem Unternehmen aus Sachsen „untergeschoben“ worden, heißt es in den Veröffentlichungen, die bereits am vergangenen Samstag erschienen. Das „hochkontaminierte Material“ sei als unbedenklicher Kunststoff deklariert gewesen.

Nach dem Fund von giftigem Quecksilber hatte das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg in der vergangenen Woche Ermittlungen gegen mögliche Verursacherbetriebe eingeleitet. Fünf Unternehmen im elf Kilometer entfernten Finowfurt (Barnim) kamen infrage, für die etwa 50 Kilogramm Quecksilber verantwortlich zu sein, die seit Jahresbeginn mit den Abwässern in die Kläranlage gelangt waren.          LKA-Sprecher Toralf Reinhardt sagte am Dienstag, die „Selbstanzeige“ des Unternehmens habe ihn über die regionale Zeitung erreicht. Be- und entlastende Fakten würden derzeit geprüft. Die Ermittlungen dauerten an, auch seien die entnommenen Proben noch nicht vollständig ausgewertet. dpa

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