Kaiser, Platzeck. Foto: ddp
Stasi-Debatte unter Rot-Rot in Brandenburg
Kaiser: Rot-Rot ist Impulsgeber für Aufarbeitung
Regierungs- und Oppositionsfraktionen liefern sich einen Schlagabtausch über die jüngere Landesgeschichte Brandenburgs. Linken-Fraktionschefin sieht bürgerliches Lager auf Irrweg. (14.01.10)
Potsdam - Die Absicht der Opposition aus Grünen, CDU und FDP, mithilfe einer Enquete-Kommission die ersten Jahre nach der Neugründung Brandenburgs wissenschaftlich unter die Lupe zu nehmen, hat im rot-roten Lager zu Bedenken geführt. Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Kerstin Kaiser, warnte am Donnerstag in einer Erklärung (Link zur Erklärung: http://www.pnn.de/content/images/fast/61/E.%20kommission.pdf) davor, die mit dem sogenannten Brandenburger Weg verbundene Politik „zu denunzieren“. Kaiser machte indirekt klar, dass sich die PDS, die Vorgängerin der Linkspartei, spätestens mit der Kontroverse um die Stasi-Vergangenheit des früheren Ministerpräsidenten Manfred Stolpe (SPD) trotz ihrer Oppositionsrolle mit verantwortlich fühlt für wesentliche Weichenstellungen der Landespolitik in den 1990er Jahren. So zählt sie als Errungenschaften eine eigenständige Sozialpolitik, die Einführung des Schulfaches LER, die „Sicherung der Agrargenossenschaften“ und die besondere „Bewertung von DDR-Biographien“ explizit auf. Es gehe jetzt darum, „sich davor zu hüten, das alles über Bord zu werfen“ (Link zur Erklärung: http://www.pnn.de/content/images/fast/61/E.%20kommission.pdf )
Johanna Wanka, die CDU-Landesvorsitzende und Fraktionschefin, stufte die Erklärung von Kaiser als „peinliche Äußerungen“ ein (Link zu Wankas Erklärung: http://www.pnn.de/content/images/fast/61/Wanka-Erkl%C3%A4rung%20zu%20Kaiser.pdf ). Es sei 1989 mit dem Ende der DDR nicht in erster Linie um soziale Verantwortung gegangen, sondern um „die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit, Selbstbestimmung und ohne SED-Diktatur“. Wanka sagte weiter: „Vielleicht erinnert sich der ehemalige Bürgerrechtler Herr Platzeck noch an diese Wünsche der mutigen DDR-Bürger und kann das auch Frau Kaiser mal erklären.“ Die CDU begrüße den Vorschlag der Grünen für einen „umfassenden Aufarbeitungsansatz“ ( http://www.pnn.de/content/images/fast/61/Wanka-Erkl%C3%A4rung%20zu%20Kaiser.pdf ).
Kaiser schrieb in ihrer Erklärung außerdem, „eine ’Vergangenheitsbewältigung der Vergangenheitsbewältigung’, worauf die ersten Überlegungen der Grünen zur Enquete-Kommission hinauslaufen“, sei bei der Bewertung der märkischen Nachwendegeschichte und für die Zukunft nicht zielführend. Wanka entgegnete darauf: „Wer die ersten Gespräche zu diesem Vorschlag als Denunzierung eines ’Brandenburger Weges’ betrachtet, ist in der Realität noch immer nicht angekommen.“
Grünen-Fraktionschef Axel Vogel, auf dessen Initiative der von der Opposition angekündigte gemeinsame Antrag zur Berufung der Enquete-Kommission zurückgeht, nannte Kaisers Erklärung den offensichtlichen Versuch, seitens Rot-Rot Aufklärung schon im Vorfeld zu verhindern: „Sie können die Enquete-Kommission nicht verhindern, da dafür die Stimmen der drei Oppositionsfraktionen ausreichen. Also versuchen Linke und SPD, durch Überdehnung dafür zu sorgen, dass am Ende wieder nichts aufgeklärt wird in Brandenburg.“ Zu Kaisers Stolz auf die Bewahrung der DDR-Groß-Agrarbetriebe bemerkte Vogel nur: „Wir haben einen weitergehenden Aufklärungsanspruch als Frau Kaiser: Wir wollen uns nicht über die DDR-Landwirtschaft unterhalten.“ Dass Kaiser in ihrer Erklärung zudem den Eindruck zu erwecken versuche, SPD und Linke hätten mit der Bildung des rot-rot Regierungsbundes der Aufarbeitung aktiv Vorschub geleistet, nannte Vogel dreist. Wanka sagte, den Eindruck erwecken zu wollen, „durch Rot-Rot wäre Transparenz in die Aufarbeitung gekommen, ist schlichtweg falsch“ ( http://www.pnn.de/content/images/fast/61/Wanka-Erkl%C3%A4rung%20zu%20Kaiser.pdf ).
Erste personelle Vorbereitungen für die Kommission werden bereits getroffen. Nach PNN-Informationen will die Union den Journalisten und früheren Sprecher der Stasi-Unterlagenbehörde Christian Booß in das Gremium entsenden. (mit pet, thm)
Kommentare
Wenn ich "Königin von Deutschland" wär, würde ich den sich jetzt so dreist hinstellenden Denunzianten von damals, wie Frau Kaiser und Gefolgschaft, schlichtweg und unter Androhung von Beugehaft und Schmerzensgeldzahlung verbieten, das Wort "denunzieren" in jedwedem Zusammenhang auch nur öffentlich in den Mund zu nehmen. Dass Frau Wanka überhaupt noch Worte gefunden hat, ehrt sie. Mir ist von dem, was Frau Kaiser da von sich gegeben hat, einfach nur speiübel ! Merkt denn niemand , dass Frau Kaiser und ihre Gefolgschaft sich über die einst Denunzierten kaputt lachen ? Die Demagogie der narzisstisch perversen Alt und-Neukader der SED-PDS-LINKE "Diktatur des Proletariats" ist die größte gegenwärtige Gefahr für Freiheit, Gemeinwesen und Menschenrechte. Keine Macht den Verdrehern und Geschichtsklitterern!
pro-testas (14.01.2010)...in der Tat, da fehlen einem die Worte! Frau Kaiser, Guten Morgen!, aufwachen, wir haben 2010!
derkay (15.01.2010)Endlich zeigt die linke Partei in Person von Frau Kaiser wieder ihr wahres Gesicht. Man kann zwar über Jahre hinweg Kreide fressen und sich rechtsstaatlich-freiheitlich gerieren, aber die Kader der PDS/Linkspartei sind eben doch der sozialistischen Idee verschworene SED-Ideologen geblieben. Von Einsicht oder Versöhnungsbereitschaft ist keine Spur zu erkennen. Nach dem Nationalsozialsmus war der Sozialismus der DDR das größte Unglück für die Deutschen gewesen.
Analyst (15.01.2010)Diese Parteigänger dürfen nie wieder Verantwortung für dieses Land bekommen.
Jedem potenziellen Wähler der Linken muss der Hintergrund dieser Personen vor einer Wahl schonungslos bekannt gemacht werden. Aufarbeitung der jüngeren Geschichte in Brandenburg ist ein Muss!
Pressemitteilung
www.politik-in-der-mitte.de (15.01.2010)6. Montags - Demonstration gegen Rot-Rot in Brandenburg
- Es geht um unser Land! -
am 18. Januar 2010 um 18:00 Uhr in Potsdam
Unter dem Motto "Es geht um unser Land!"
ruft die Bürgerinitiative "Politik für die Mitte"
für den 18. Januar 2010 erneut zu einer friedlichen Demonstration in Potsdam gegen die gegenwärtige rot-rote Regierung auf.
Es geht um unser Land.
Es geht um politische Sitte, Anstand und Moral.
Es geht darum wie wir unser eigenes Leben in der DDR bewertet sehen wollen und ob uns dort die Maßgabe von "DIE LINKE" und Platzecks SPD gerecht werden kann.
Es geht um unser Land und die Frage ob es korrekt ist, dass Herr Ministerpräsident Platzeck mit Denunzianten Politik macht.
Und es geht um die Frage ob wir solch eine Regierung dulden wollen.
Es geht um unser Land und die Frage, ob eine Partei, die für das Unrecht in einer Diktatur verantwortlich ist und unzählige Opfer hinterlassen hat, heute in der Verantwortung für unser Bundesland stehen darf.
Es geht um unser Land!
„Politik für die Mitte“ ist ein loser Zusammenschluss engagierter Bürger gegen die rot-rote Regierung in Brandenburg.
Treffpunkt: am Montag 18.01.2010 ab 17:30 Uhr auf dem Vorplatz vom Nauener Tor (14467 Potsdam, Kreuzung zur Friedrich - Ebert - Straße)
Kundgebung: 18:00 Uhr
Beginn des Zuges: ca. 18:30 Uhr
Route: Nauener Tor, um den Platz der Einheit bis zur Propsteikirche St.Peter & Paul
Bürgerinitiative Politik für die Mitte
Gegen Rot-Rot
Dass die Besucherzahlen Ihrer sogenannten "Montagsdemos" sich langsam aber sicher der Besucherzahlen der Gegen-Harz IV Montagsdemos angleichen spricht für das enorme Interesse der Bevölkerung an dem Schleim den die neoliberalen Herrschaften von sich geben...
@politik-in-der-mitte (15.01.2010)eine Potsdamer Bürgerin
Wenn Sie ehrlich meinen, durch die Brandenburger Linke sei die Demokratie und gar die Menschenrechte in Gefahr, sind Sie ein Indoktrinationsopfer oder schreiben mit Absicht Unfug. Wenn Sie meinen mit Beugehaft- und Geldstrafenbewährten Sprechverboten dieselbe schützen zu können, ist das ehrlich gesagt, im besten Falle lächerlich. Nur weil das hier das anonym und Internet ist, muß man nicht automatisch den Holzhammer schwingen.
Max @pro-testas (15.01.2010)Ich kann natürlich nicht wissen, welche Traumatisierung Ihnen in der DDR-Zeit widerfahren ist, aber mir scheint, Ihre Haltung ist nicht geeignet, einen sachliche und dann auch sinnvolle Auseinandersetzung mit dem Thema zu fördern.
Das was Frau Kaiser da angeboten hat ist eine Zumutung, zeigt aber auch die wahre Gesinnung dieser Leute. Nach solchen Aussagen müsste Plazeck spätestens klar sein, der es so nicht weiter gehen kann. Und ich frage mich wie er das selbst erträgt.
Robert Bachmann (15.01.2010)Bei einer Stasi-Debatte mit „Tunnelblick“ wird die Kernfrage: Wie funktioniert ein politisches System ohne wirkliche Gewaltenteilung und ohne wirksamem Grundrechtsschutz der Bürger? verdrängt. Auf dem VIII. Parteitag der SED hatte Honecker verkündet: Oberstes Ziel der neuen Wirtschaftspolitik soll "das Glück des Volkes" sein. Nur, das Volk der DDR wurde nicht nach seinen Wünschen gefragt und damit es nicht ungefragt antwortet, d.h. sich eine neue Regierung wählt, wurde der Repressionsapparat (MfS) von der Kette gelassen. Repression der Herrschenden gegen das Volk ist keine Erfindung der DDR, sondern ein probates Mittel der politischen Herrschaftsausübung auch in Demokratien. Nur, in Demokratien kann sich der Bürger gegen den Staat wehren, sofern es wirklich unabhängige Gerichte gibt, die ihn wirksam vor Repressionen schützen. Die Stasi-Debatte muss also das Ziel verfolgen, ein waches demokratisches Bewusstsein bei dem mit drittklassigen Demagogen konfrontierten Brandenburger zu wecken. Ob der mündige Brandenburger bei den politischen Parteien wirklich erwünscht ist, muss sich jedoch erst erweisen. Es hilft bei der Debatte auch kein Verteufeln des politischen Gegners oder Gesundbeten der DDR-Vergangenheit. Es sind die Strukturen einer untergegangenen Diktatur zu abstrahieren damit diese, auch heute latent vorhandenen Strukturen nicht wieder das politische und öffentliche Leben ersticken.
Karl Alich, Rechtsanwalt (15.01.2010)Wie hat schon der alte Goethe gesagt: Nur der verdient die Freiheit wie sein Leben, der täglich sie erobern muss! Es wäre immerhin erstaunlich, wenn eine „SED-PDS-Linke-Kaiserin“ die Freiheit erobern könnte.
Endlich Rationale Kriterien schaffen
Max (15.01.2010)Es will mir scheinen, daß weder die Opposition noch die Regierungsparteien einen rationalen Umgang mit dem Thema unterstützen.
Die CDU will nicht, als die Koalition zu Fall bringen und mir scheint Frau Wanka nimmt den Karriereknick sehr persönlich. Die Linke taktiert ebenso die SPD, die scheinbar gehofft hatte, die Debatte um Stolpes Vergangenheit werde nie mehr von Dachboden geholt.
Kerstin Kaiser ist in diesen Tagen am wenigsten zu beneiden. Selbst ausreichend gescholten, ging sie von Anfang an offen mit dem Thema um, wurde dennoch gewählt, verzichtete persönlich auf Ämter und muß nun erleben, daß immer neue Überraschungen aus der eigenen Partei und eine auf Krawall gebürstete Opposition eine inhaltliche Arbeit dieser Regierung fast unmöglich machen.
Der Landtag sollte endlich FESTLEGEN, welche Kriterien gelten sollen, wer wie wann überprüft wird und welche Ämter und Mandate bei welchen Befunden machbar sind und welche nicht.
So ein Gezerre mit gegenseitiger Beschimpfung und Unterstellung vergiftet die Arbeit des Parlaments und erschwert die konstruktive Lösung zahlreicher Sachfragen, die es (Überraschung) auch noch gibt.
@PNN
Hertix (15.01.2010)Sind Sie sicher, daß die vierfache Verlinkung der Presseerklärung von Johanna Wanka ausreichend ist? Vielleicht wäre fünf mal doch besser gewesen?
es ist schlichtweg eine Schande für Brandenburg und ganz besonders für die große Zahl derer, deren Leben durch die Vorgänger der Frau Kaiser beeinträchtigt, wenn nicht zerstört wurde, dass solche Äußerungen von aktuellen Landtagsabgeordneten gemacht werden.
Potsdamer (15.01.2010)Wenn man Vergangenheit bewältigen will, muss man sich Ihr stellen. Was passiert, wenn man das nicht macht, haben die Entwicklungen in Deutschland um 1968 herum deutlich aufgezeigt. Die DDR hat bereits damals die notwendige Aufarbeitung verhindert, jetzt wollen die "Enkel" der damals Verantwortlichen dies wieder durchsetzen. Es wird keinen Frieden geben können, wenn nicht Taten und Täter klar definiert sind und die Verantwortung übernommen wurde. Die Einstellung Scharfenbergs z.B. zeigt aber überdeutlich, dass dies von der Linken nicht angestrebt wird.
Brandenburg wird so nicht zur Ruhe kommen können.
@ Hertix
Eastjudge (15.01.2010)Nächstes mal nicht vergessen zu erwähnen, das der Mist von Frau Kaiser auch "3" mal verlinkt wurde!
Das man heute die Freiheiten genießen kann, die die mutigen Menschen mit der friedlichen Revolution von 1989 erkämpft haben, ist bestimmt keine Errungenschaft der SED-PDS-DIE LINKE und auch nicht der SPD!!!
Es hätte auch alles anders kommen können wie z.B. am 17 Juni, oder ist das auch schon vergessen wie die letzten 20 Jahre "der angeblichen Reue und Versöhnung".
Einfach nur peinlich und schlimm wie sich hier einige äußern.
Es sollte hier auch den Befürwortern von Fr. Kaiser alias "IM Katrin", ihrer STASI durchzogenen Fraktion und diesem unsäglichen rot-roten Bündnisses klar sein, das sie diese ihre Meinung vor 89 bestimmt nicht so hätten äussern dürfen, wahrscheinlich wären sie eine der ersten gewesen, die von diesem "Geheimdienst" eins ja "SO SOUVERÄNEN STAATES" weggefangen worden wären und in irgendwelchen Umerziehungslagern verreckt wären!!!
Ihr solltet euch schämen, diese Errungenschaften der Freiheit mit den Füssen zu treten!
Auf den Montagsdemonstrationen in Potsdam hat man bisher noch niemanden von diesen angeblich "REUIGEN TÄTERN" gesehen.
Das ist ja auch nur etwas für die Opfer derer oder wie!?
In diesem Sinne, ich bin nächsten Montag wieder dabei und hoffe das es noch ein paar vernünftig denkende Menschen hier gibt die dann auch dorthin kommen.
NACHTRAG.
Eastjudge (15.01.2010)Übrigens, möchte ich der PNN dafür danken das sie solche Kommentarspalten bietet.
Davon sollte es noch mehr geben und auch nicht nur in der PNN.
Aber das ist wohl nur etwas für mutige, objektive und demokratische Tageszeitungen wie eben die PNN.
Wie oft haben besorgte Bürger schon in diesem Forum vor der IM Kaiser gewarnt?
Dieter H. (15.01.2010)Diese "Dame" ist eine gefahr für die Demokratie in Brandenburg.
Die wird sich nie ändern. Warum verstehen das so viele Menschen nicht.
Wenn Sie vor der Kamera steht kommt sie bei ihren Äußerungen vor Lachen nicht in den Schlaf.
Dieser Beitrag von ihr beweist wieder mal ihren unerschöpflichen Zysissmus.
Die Bürger müssen etwas dafür tun das sie keine Verantwortung mehr im Land übernimmt.
@ Dieter H.:
Potsdamer (15.01.2010)Ich bin mir sicher, dass die Linkspartei und Ihre Mitglieder keine Gefahr für unsere Demokratie darstellen, auch das wird sie vertragen. Das hier zu Recht kritisierte Verhalten bezüglich Verdrängung statt Aufarbeitung schadet aber dem Zusammenwachsen der ehemals geteilten deutschen Staaten. Ist das vielleicht die späte Rache der SED?
Die Äußerungen von Frau Kaiser lassen sich nur noch mit bitterem Humor ertragen. Oder wie hält Herr Platzeck es treu an Kerstins Seite aus? Für die völlige Kopfvernebelung des Herrn Ministerpräsidenten bezüglich Kerstin Kaiser und ihrer Stasi-Truppe kann es doch eigentlich nur noch eine völlig unpolitische Erklärung geben: Romeo-Falle?!
andrea gutenberg (15.01.2010)@ Hertix
Klaus Biesenthal (15.01.2010)Die PNN ist zunehmend das Zentralorgan der CDU.
Zu diesem Schluss kann man im Moment nur kommen.
Das aber darf niemanden entmutigen, der einer anderen Meinung ist.
Im Gegenteil.
Vergessen wir nicht, die Auflage entscheidet.
Also müssen Kampagnen her, die diesem "Anspruch" gerecht werden.
Das war so und wird sicher einige Zeit so bleiben.
"unabhängiges Zentralorgan"
@PNN
Sind Sie sicher, daß die vierfache Verlinkung der Presseerklärung von Johanna Wanka ausreichend ist? Vielleicht wäre fünf mal doch besser gewesen?
Hertix (15.01.2010)
Liebe Landsleute,
Horst Hilzbrich, Kleinmachnow (15.01.2010)mein Eindruck:
wir haben 40 Jahre im SED-Regime der DDR versagt,
wurden dann kurzzeitig wahre Helden,
versanken danach wieder in der Niederung demokratie-unfähiger Jammer-Ossis und
lieferten den letzten Beweis unserer Blödheit 2009 bei der Bundestagswahl und der Landtagswahl, als unser Votum die jetzige Landtagskoalition mit annähernd 2/3 der Abgeordneten ausstattete.
Deshalb erscheint es der Opposition nun so nötig, uns das alles eindringlich um die Ohren zu hauen.
Rot-Rot muss weg, dazu ist jedes Mittel recht.
Beispiel: Die in den Jahren mühsam erarbeitete soziale Kompetenz der Linken, die in die Gesellschaft hinein wirkt und von den Wählern zunehmend honoriert wird – bedrohlich, weg damit.
Bündnis90/Die Grünen und FDP, bislang in Brandenburg bedeutungslos und politische Zwerge, versuchen sich als Riesen der politischen Hygiene (der Vergangenheit).
Nebenbei: Die 5 Abgeordneten von Bündnis90/die Grünen stammen allesamt nicht aus Brandenburg, kennen die DDR wer weiß woher, sollten aber die Rolle ihrer Partei unter Basta-Kanzler Schröder nicht vergessen. Und der Fraktionsvorsitzende der FDP, früher selbst SED-Mitglied, erkauft sich sein Schwert mit ‚das war mein größter Fehler’
Bleibt die CDU: Gott sei Dank bisher keine CDU-dominierte Regierung. Und, Frau Wanka, wir mussten in der Bundesrepublik sehr schnell lernen, dass Ihre ‚Freiheit’‚ und ‚Selbstbestimmung’ weitestgehend Worthülsen waren und sind, das Eintreten für soziale Gerechtigkeit aber unabdingbar ist.
Bleibt noch zu betonen – wie bereits mehrfach – dass ich weder Bespitzelung noch Drangsalierung das Wort rede, sei es – wie Rechtsanwalt Alich oben schreibt – Repression der Herrschenden gegen das Volk als probates Mittel der politischen Herrschaftsausübung in der DDR oder auch in Demokratien.
Ich verhehle aber auch nicht, dass ich aus christlicher Sicht bereits zu DDR-Zeiten die Auffassung vertrat, dass eine Gesellschaft krank ist, in der den Arbeitsfähigen Arbeit und damit Lohn und Brot
verweigert wird (aus welchen ethischen Gründen?).
Letztlich bin es jetzt aber leid, wie hier versucht wird, aus der Vergangenheit für heute und die Zukunft parteipolitisches Kapital zu schlagen - und das scheinheilig auf unserem Rücken.
Nachtrag:
Horst Hilzbrich, Kleinmachnow (15.01.2010)Es war nicht meine Absicht,jemandem zu nahe zu treten:
Wie aus dem Kontext zweifelsfrei hervorgeht, war 'unsere Blödheit' nur satirisch und ironisch gemeint.
Politik für die Menschen in Potsdam
Politik für die Menschen in Potsdam (16.01.2010)Mehrheiten sind in einer Demokratie ausschlaggebend für die Regierungsbildung.
Diese Mehrheiten sind durch eine freie Wahl möglich gewesen und gleichermaßen nötig geworden.
Dieses Ergebnis ist das Ergebnis einer demokratischen Willensbildung der Brandenburgerinnen und Brandenburger.
Das kann man natürlich, wie einige Damen und Herren, für schlecht halten. Doch ändert es nichts an der Willensbekundung der Menschen die diese Parteien gewählt haben.
Da kann von dieser Seite das undemokrtische Geschrei noch so laut sein. Es ändert nichts daran.
Hingegen die Wählerinnen und Wähler zu kritisieren verbietet sich geradezu.
Doch augenscheinlich hat hier der Block der Unterlegenen ein Problem demokratische Abstimmungen nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern diese auch zu akzeptieren.
Was nunmehr die Aufarbeitung geschichtlicher Prozesse betrifft, so sollten wir Frau Poppe die Möglichkeit geben in Ruhe ihre Arbeit aufnehmen zu können.
Die derzeitige Hetzjagd auf einzelne Politiker der Partei Die Linke und sogar auf die gesamte Partei Die Linke ist eine groß angelegte Kampagne.
Es geht hier nicht um eine Aufarbeitung.
Es geht hier um ein inhaltsleeres Politikverständnis der Verlierer der Landtagswahl.
Es zählen in dieser Auseinandersetzung keine Ratio und keine ernsthafte Aufarbeitung, sondern der politischen Mord.
Das verstehen zunehmend die Menschen im Land und in der Stadt.
Tagesfragen stehen an.
Die CDU Verlierer zeigen ihre Untauglichkeit, politische Prozesse strategisch zu erkennen und diese zum Wohl der Menschen einzusetzen.
Die Niederlage der CDU ist von daher wichtig gewesen.
Politiker, die noch vor kurzem lächelnd die Siegerposen übten sind nun verfeindet, wie einst die politischen Weltlager.
Diese Posse ist allerdings nur im Osten zu finden.
Politik für Menschen in Potsdam
Der Brandenburger Weg als Märchen!
Beate S. (16.01.2010)Von Beate S.
Es war einmal ein Garten der vor 20 Jahren geschaffen wurde. Man suchte einen Gärtner und fand ihn auch. Er hatte von Gartenarbeit keine Ahnung.
Also wucherte das Unkraut. Dem Gärtner war das egal- im gegenteil dem Gärtner gefiel es das überhaupt etwas wucherte.
Nach vielen Jahren wollte der Gärtner nicht mehr und gab das Amt an seinen Ziehsohn an. Der hat aber auch das Unkraut nicht bekämpft. Wieso auch er hatte es ja von seinem Vater nicht gelert und auch nicht gezeigt bekommen wie man das macht.
Obwohl ihm viele sagten "Du mußt aufpassen in deinem Garten nimmt das Unkraut überhand" dachte und denkt heute immer noch nicht daran etwas gegen das weitere auswuchern zu tun.
Ihm ist nur wichtig das er der Gärtner ist und was da auswuchert ist ihm egal. Wenn er aber so weiter macht geht der Garten im Unkraut unter. Warten wir ab, wie die Geschichte weitergeht.
Persönlich rate ich dem neuen Gärtner (Platzeck) das er das Unkraut (Linke) eindämmen kann.
Aber auf den Bilder sieht man nur wie er die Kaiser anhimmelt und abdrückt.
Diese Frau hat kein Gewissen und lacht nur über die ganzen Affären der Stasi Spitzel in ihrer Partei. Ich behaupte, die Frau will niemals eine ehrliche Aufarbeitung.
Vieleicht haben wir ja auch bald einen OB "IM-Hans-Jürgen".