Von Bernd Matthies
Restaurant statt Proviant
Brandenburg wird nie eine Gourmet-Region, doch es gibt immer mehr empfehlenswerte Restaurants. Es muss niemand mehr sein Essen mitnehmen: An den meisten Routen gerät ein Stopp zum Vergnügen (21.05.09)
Vermutlich hat nichts den Ruf des schönen Landes Brandenburg weltweit so ruiniert wie Rainald Grebes Lied „Brandenburg“, dessen Schlüsselzeile besagt: „Nimm dir Essen mit, wir fahr’n nach Brandenburg“. Dieser Ratschlag hat die märkischen Köche allerdings eher zufällig getroffen, denn die kulinarische Gesamtlage in, sagen wir, Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein ist keineswegs besser. Und auch dort gilt wie in Brandenburg: Wer weiß, wo er suchen muss, der wird angenehm verköstigt. Wir versuchen, dabei zu helfen.
Generell gilt in Brandenburg: Wo sich die Speisekarte langweilig liest, da wird auch schlecht gekocht. Das müsste nicht so sein, es wäre durchaus möglich einfache ländliche Kost ohne Tiefkühlung und Mikrowelle zu servieren. Nur geht das nicht für die 9,50 Euro, die der Zufallsgast für eine Schweinshaxe mit Kraut allenfalls auszugeben bereit wäre. Geld ist der Schlüssel zu allem: Ohne Kapital lässt sich praktisch kein gutes Restaurant mehr gründen, und am besten ist gleich ein nobles Hotel dabei, mit dem sich das Geld für die gute Küche leichter verdienen lässt.
Wenn wir mal die „Bleiche“ in Burg/Spreewald auslassen, über die alle Loblieder schon gesungen sind, dann gelingt dieses Manöver gegenwärtig am besten auf...
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