Potsdam (dpa/PNN). Brandenburgs Schüler sollen künftig besser auf ihre Berufsausbildung vorbereitet werden. Ein zu Beginn des Schuljahres 2003/04 gestartetes Modellprojekt „Praxislernen“ an neun Schulen zeige erste vielversprechende Erfolge, sagte Bildungsminister Steffen Reiche (SPD) gestern in Potsdam. „Die Arbeit der Schüler wird qualifizierter, sie sind allgemein motivierter.“ In den Klassen 7 bis 10 der neun Schulen würden Berufsorientierung, praktische Erfahrungen und schulisches Lernen miteinander verbunden. Dabei sollen die Schüler etwa praktische Erfahrungen in Unternehmen sammeln, früh Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben knüpfen, aber auch mehr Lust am Lernen finden. „Wir wollen die Berufsorientierung vertiefen und dem schulischen Lernen den praktischen Zweck und damit den Sinn zurück geben“, sagte Projektleiterin Andrea Griese-Pelikan. Mit dem Projekt „Praxislernen – Flexibilisierungsbausteine und Berufswahlpass“ reagiert das Land laut Bildungsministerium sowohl auf steigende Abbrecherquoten in Ausbildungsverhältnissen als auch auf das schlechte Abschneiden von Brandenburger Schülern bei der Schulvergleichsstudie PISA.
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