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  • 28.07.2018
  • von Alexander Fröhlich

Staatsschutz ermittelt in Berlin: Attacke auf Privatwagen von Polizisten

von Alexander Fröhlich

Schild des LKA Berlin. Symbolfoto. Foto: Ole Spata dpa/lbn

Das hätte böse enden können: Nachdem am Auto eines Berliner Polizisten Radmuttern gelöst wurden, ermittelt jetzt der Staatsschutz. Es ist offenbar kein Einzelfall.

Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag an einem Privatwagen eines Polizeibeamten gefährlichen Manipulationen vorgenommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei am Samstag.

Demnach hatte der Beamte nach der Arbeit seine Dienststelle in Marzahn verlassen und war in sein Auto gestiegen. Auf der Fahrt hört er auffällige Geräusch. Der Grund: An einem Autoreifen war eine Radmutter entfernt worden. Schlimmstenfalls kann derlei zu einem Unfall führen und damit den Fahrer in Lebensgefahr bringen.

Nun ermittelt der Staatsschutz der Polizei. Es werde ein politischer Hintergrund für die Tat vermutet, sagte ein Polizeisprecher.

Auf der Heckscheibe des Autos zeichneten die Täter auch die bekannte Beleidigung von Polizisten „ACAB“ ( All Cops Are Bastards). Dass auch Rückspiegel und weitere Autos von Beamten beschädigt wurde, wie aus Polizeikreisen verlautete, konnte die Polizei nicht bestätigen.

Nach Angaben des Sprechers des Berufsverbands „Unabhängige in der Polizei“, Jörn Badendick, sind an weiteren Privatwagen von Beamten die Rückspiegel beschädigt worden. Die Polizei wollte das nicht bestätigen.

Badendick und GdP-Sprecher Benjamin Jendro erklärten gleichlautend, es handle sich bei den gelösten Radmuttern nicht um einen Einzelfall. Das sei beunruhigend. „Das Problem existiert schon seit Jahren“, sagte Badendick. „Soweit wie wir es überschauen können, haben wir im Jahr eine zweistellige Anzahl von solchen Fällen.“

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