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  • 12.07.2018
  • von Sigrid Kneist

Berlin-Marienfelde: Neubau der Heinemann-Oberschule startet 2019

von Sigrid Kneist

Nur für eine Übergangszeit sollte die Marienfelder Heinemann-Oberschule im Jahr 1990 das Gebäude in Leichtbauweise an der Waldsassener Straße ziehen. Foto: imago/Sven Lambert

1990 zog die Tempelhofer Oberschule "provisorisch" in ein Gebäude in Leichtbauweise. Nun soll endlich der Neubau beginnen, der 2005 angemeldet wurde.

Manche Provisorien scheinen für die Ewigkeit gemacht zu sein. Nur für eine Übergangszeit sollte die Marienfelder Gustav-Heinemann-Oberschule im Jahr 1990 das Gebäude in Leichtbauweise an der Waldsassener Straße ziehen. Daraus wurden mehrere Jahrzehnte.

Im kommenden Jahr soll jetzt endlich mit einem Neubau begonnen werden, wie aus der Antwort der Senatsschulverwaltung auf eine schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Florian Graf hervorgeht. 2021 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Der Bau war bereits 2005 angemeldet worden. Die zu erwartenden Kosten werden mit 46,5 Millionen Euro veranschlagt.

Pilotvorhaben für "nachhaltigen Schulbau"

Die Gustav-Heinemann-Oberschule zählt unter anderem wegen ihres besonderen Profils mit Japanisch-Unterricht ab der fünften Klasse zu den besonders nachgefragten Berlin Sekundarschulen. 1988 hatte sie ihr ursprüngliches Gebäude wegen Asbest verlassen müssen, war danach vorübergehend in den Räumen der ehemaligen Pädagogischen Hochschule unterkommen. Laut Senatsschulverwaltung gelten der jetzt geplante Neubau sowie die Bauten des Buckower Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums und der Rudower Clay-Oberschule als Pilotvorhaben des nachhaltigen Schulbaus.

Kritik an steigenden Kosten

CDU-Mann Graf kritisiert die Kostenentwicklung für den Schulbau. Ursprünglich sollten in Marienfelde die Kosten bei rund 26 Millionen Euro liegen. Im vergangenen Jahr veranschlagte man 42,1 Millionen Euro, inzwischen sei man bei 46,5 Millionen Euro angelangt. Zudem wird eine weitere Kostensteigerung während der Bauphase nicht gänzlich ausgeschlossen. „Anstatt schnell und kostengünstig ein längst überfälliges Schulgebäude zu errichten, verliert sich der Senat auch hier im Klein-Klein und setzt auf Pilotvorhaben“, sagt Graf.

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