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  • 19.05.2018
  • von Markus Lücker

Karneval der Kulturen: Berliner Kinderkarneval will die Bienen retten

von Markus Lücker

Fleißig. Das Motto des diesjährigen Kinderkarnevals der Kulturen am Sonnabend war „Sag mir, wo die Blumen sind“. Foto: Kai-Uwe Heinrich

Forscher beschwören den baldigen Tod der Honigbiene. Dagegen wollen die Kinder beim Karneval der Kulturen ein Zeichen setzen. Am Sonntag startet der Erwachsenenumzug, mit zahlreichen Straßensperrungen.

Schwarz und gelb, wohin das Auge blickt. Auf Chemiefässern sitzt eine übergroße Pappmaché-Biene. Dahinter führt eine Horde verkleideter Kinder eine Choreografie mit meterlangen Blumen auf. Neben einem Bienenkorb aus Plastikröhren ruft eine Frau immer wieder: „Die Bienen muss es geben, sonst können wir nicht leben!“

So startete am Samstag der Kinderkarneval der Kulturen. Großes Thema des Umzugs: Das weltweite Sterben der Bienenpopulationen und der Einsatz von Pestiziden wie Glyphosat.

Straßensperrungen zum Sonntag

Für diesen Sonntag ist die Erwachsenenvariante des Karnevalumzugs geplant. Losgehen soll es um 12:30 Uhr. Dann zieht die Parade mit neuer Route von Yorckstraße/Ecke Großbeerenstraße über Südstern zum Hermannplatz. Bereits am Morgen sollen viele Straßen gesperrt werden. Die Gneisenaustraße ist ab 7 Uhr nicht mehr befahrbar, genauso wie die Yorckstraße ab Katzbachstraße.

Gegen 11 Uhr wird der Mehringdamm und um 14 Uhr die Region um den Hermannplatz gesperrt. Busse fahren nur noch eingeschränkt, U-Bahnen dafür öfter. Insgesamt 67 Umzugsgruppen nehmen am Karneval teil. Inwiefern es auch beim Erwachsenenumzug wieder um Bienen und Blüten gehen wird, wird sich zeigen.

Der Tagesspiegel wird am Sonntag unter www.tagesspiegel.de/berlin über den Karneval der Kulturen berichten.

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