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  • 06.05.2018
  • von Thorsten Metzner

Landratswahl in Brandenburg: Union gewinnt Landratswahlen in Brandenburg

von Thorsten Metzner

Die Landratswahl 2018 in Brandenburg ging in die Stichwahl. In zwei Kreisen wurde dennoch das Quorum verfehlt. Foto: Patrick Pleul/dpa

Die CDU verteidigt drei Lausitzkreise und stellt Landrätin in der Uckermark. Generalsekretär Bretz sieht im Ergebnis einen „Meilenstein auf Weg zur Landtagswahl 2019“.

Potsdam - Die CDU ist der klare Gewinner der Landratswahlen in Brandenburg. Nach den Stichwahlen am Sonntag, die in vier Landkreisen nötig geworden waren, stellt die Union nun mit Karina Dörk auch in der seit Jahrzehnten „roten Uckermark“ die Landrätin. In Spree-Neiße konnte sich Alt-Landrat Harald Altekrüger (CDU) mit deutlichem Vorsprung gegenüber dem AfD-Herausforderer Steffen Kubitzki durchsetzen. Damit stellt die Union in vier der sechs Kreise, in denen gewählt wurde, für acht Jahre die Landräte. 

Im Barnim und Ostprigniz-Ruppin wurde das Quorum verfehlt

Vorher waren drei Kreise, alle in der Lausitz, in CDU-Hand, und drei Kreise im Norden hatten SPD-Landräte. In Ostprignitz-Ruppin und dem Barnim scheiterte die Stichwahl nun an der zu geringen Wahlbeteiligung. Zwar lagen in beiden Kreisen die SPD-Kandidaten mit deutlichen Vorsprüngen vor den Bewerbern der CDU, der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Kurth im Barnim und der bisherige Landrat Ralf Reinhardt in Ostprignitz-Ruppin. Beide verfehlten aber das Quorum, wonach ein Landrat die Stimmen von 15 Prozent der Wahlberechtigten erreichen muss. In beiden Kreisen wählen nun die Kreistage die Landräte. 

In der Uckermark deklassierte in der Stichwahl die frühere Vize-Landrätin Dörk mit einem Ergebnis von 67,6 Prozent den langjährigen SPD-Landrat Dietmar Schulze mit 32,4 Prozent. Er war trotz Rentenalter erneut angetreten. In Spree-Neiße gewann CDU-Landrat Altekrüger mit 60,82 Prozent vor dem AfD-Bewerber Steffen Kubitzki mit 39,18 Prozent. Im ersten Wahlgang hatten im Süden im April bereits die CDU-Landräte Christian Heinrich-Jaschinski (Elbe-Elster) und Siegurd Heinze (Oberspreewald-Lausitz) ihre Ämter verteidigt. 

"Die Uckermark ist nicht Brandenburg", sagt der SPD-Generalsekretär

Die CDU sieht sich nach den Landratswahlen in ihrem Ziel bestärkt, bei der Landtagswahl im Herbst 2019 im Land Brandenburg die SPD-Vorherrschaft seit 1990 zu brechen und erstmals den Ministerpräsidenten zu stellen. So sei es „sensationell, dass Karina Dörk nun CDU-Landrätin in der Uckermark ist“, sagte CDU-Generalsekretär Steeven Bretz am Abend den PNN. Der Sieg in der Uckermark, wo sich Kanzlerin Angela Merkel gern aufhalte, habe zudem eine schöne Symbolik. „Insgesamt sind die Landratswahlen ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg zur stärksten Kraft bei der Landtagswahl 2019“, sagte Bretz. „Gleichwohl sollte niemand glauben, dass uns der Erfolg zu Kopf steigt – wir bleiben bodenständig.“ SPD-Generalsekretär Erik Stohn sagte hingegen: „Der Verlust der Uckermark ist schmerzlich. Aber die Uckermark ist nicht Brandenburg.“ Der SPD sei schon lange klar, dass die Landtagswahl 2019 kein Spaziergang werde. „Wir wollen wieder stärkste Kraft werden und sind bereit, alles dafür zu leisten.“ Für den Barnim und Ostprignitz-Ruppin setzt Stohn auf die Wahl der SPD-Bewerber durch die Kreistage. Der jeweils klare Vorsprung sei „ein Wählerauftrag“. 

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