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  • 13.02.2018
  • von Sabine Beikler

Berliner Energieunternehmen: Gasag zieht 2020 auf Euref-Gelände

von Sabine Beikler

Vera Gäde-Butzlaff Managerin ist seit März 2015 Vorstandsvorsitzende der Gasag. Nun geht sie in Ruhestand. Foto: Mike Wolff

Auf dem Gasag-Neujahrsempfang im Tipi am Kanzleramt wurde Neues verkündet - und die Vorstandsvorsitzende Vera Gäde-Butzlaff verabschiedet.

Berlin - Gekommen waren sie alle: Die Entscheider in der Energiewirtschaft, in der Politik und Gesellschaft. Passend zu ihrer Show „Superwoman“, aus der die Entertainerin Gayle Tufts vor 400 Gästen im „Tipi am Kanzleramt“ am Dienstagabend einige Einlagen zum Besten gab, wurde die langjährige, profilierte Berliner Managerin und Gasag-Vorstandsvorsitzende Vera Gäde-Butzlaff verabschiedet.

Und eine Neuigkeit wurde auf dem Neujahrsempfang auch bekannt gegeben: Die Gasag AG zieht 2020 vom Henriette-Herz-Platz in Mitte auf das 5,5 Hektar große Euref-Gelände nach Schöneberg. Nach Tagesspiegel-Informationen soll die Gasag dort einen längeren Mietvertrag von zunächst zehn Jahren mit optionaler Verlängerung haben.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) kam direkt vom SPD-Parteivorstand ins Tipi und sagte launig, hier sei es „netter und entspannter“ als im Willy-Brandt-Haus. Er dankte, wie auch der Aufsichtsratsvorsitzende Lothar Kramm und der Betriebsratsvorsitzende Andreas Otte, Vera Gäde-Butzlaff für ihre Arbeit im Energieunternehmen.

Gäde Butzlaff baute die Gasag vom Gaslieferanten zum Energiedienstleister um

Die 63-jährige Managerin verabschiedet sich nach dreijähriger Tätigkeit bei der Gasag am 28. Februar in den Ruhestand. Ihr Nachfolger ist Gerhard Holtmeier, 54, der vom Vorstand des Stadtwerkeverbundes Thüga in die Chefetage der Berliner Gasag wechselt. Gäde-Butzlaff bedankte sich insbesondere beim Betriebsrat und den Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit. „Das ist nicht selbstverständlich.“

Die Managerin kam 2015 von der Stadtreinigung BSR zum Energieversorger und baute die Gasag systematisch weiter vom Gaslieferanten zum Energiedienstleister um. Diese Entwicklung startete bereits unter ihrem Vorgänger Stefan Grützmacher. Seine Nachfolgerin verfolgte die Neuaufstellung „sehr elegant und äußerst zielgerichtet“, wie ein Gasag-Mitarbeiter aus der Führungsspitze anerkennend sagte.

2016 stieg der Konzernumsatz von 1,05 auf 1,17 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich von 113 auf 117 Millionen Euro. Zum ersten März senkt die Gasag den Preis für Erdgas in der Grundversorgung. Das bedeutet für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 12 000 Kilowattstunden eine Ersparnis von rund 42 Euro pro Jahr.

Die einst stadteigene Gasag ist heute eine Tochter von Vattenfall, Eon und Engie (ehemals GDF Suez). Mittlerweile beliefert die Gasag-Gruppe einschließlich ihrer Töchter wie die Stadtwerke Forst mehr als 200.000 Stromkunden.

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