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  • 13.02.2018
  • von Jörn Hasselmann

Berliner Haftanstalt: Experte soll Tegel-Flucht untersuchen

von Jörn Hasselmann

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) will die Flucht des Gefangenen Hamed Mouki aus der JVA Tegel von einem Strafvollzugsexperten untersuchen lassen. Foto: Paul Zinken/dpa

Nachdem ein Gewalttäter aus der JVA Tegel ausgebrochen ist, soll ein Strafvollzugsexperte die Sicherheitsabläufe in der Anstalt prüfen. Die Flucht war erst nach 13 Stunden entdeckt worden.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) will die Flucht des Gefangenen Hamed Mouki aus der JVA Tegel von einem Strafvollzugsexperten aus Rheinland-Pfalz untersuchen lassen. Gerhard Meiborg war dort bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2004 Leiter der Abteilung Strafvollzug des Bundeslandes.

„Meiborg ist wie kaum ein zweiter mit den Herausforderungen des Strafvollzugs vertraut. Die Sicherheitsabläufe in der JVA Tegel werden durch ihn einer kritischen Analyse unterzogen“, teilte Behrendt mit. Wie berichtet, war der Gewalttäter vor einer Woche beim Hofgang über einen nicht gesicherten Zaun geklettert und hatte sich unter einem Lieferwagen versteckt. Dieser war beim Verlassen der Anstalt nicht richtig kontrolliert worden.

Die Flucht war erst nach 13 Stunden entdeckt worden, da auch seine Zelle entgegen der Vorschriften nicht korrekt kontrolliert wurde. Die Wärter hatten sich von einer aus Klorollen gebastelten Attrappe täuschen lassen. 2003 war einem Gefangenen auf die gleiche Weise die Flucht gelungen. Bis Mitte März soll der Bericht fertig sein.

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