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  • 13.02.2018

Marsch für Weltoffenheit in Cottbus Anlass ist 73. Jahrestag

des alliierten Luftangriffs

Cottbus - Mit einem Sternmarsch unter dem Motto „Cottbus bekennt Farbe“ soll am Donnerstag in der Lausitzstadt für Weltoffenheit und gegen Rassismus demonstriert werden. Startpunkte sind die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, das Staatstheater, die Lutherkirche und der Jaques-Duclos-Platz, kündigte die Initiative „Cottbuser Aufbruch“ am Montag an. Zum Abschluss finde eine gemeinsame Kundgebung mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) an der Oberkirche statt.

Zu dem Sternmarsch rufen unter anderem die Landesverbände von SPD, CDU, Linke, FDP und Grünen gemeinsam auf. Neben dem Ministerpräsidenten werden sich auch weitere Mitglieder der Landesregierung daran beteiligen, hieß es. Anlass des Sternmarsches ist 73. Jahrestag des alliierten Luftangriffs auf die Lausitzstadt im Zweiten Weltkrieg, der von rechten Gruppen wiederholt für Aufmärsche missbraucht wurde. Bereits am Donnerstagvormittag wird zu einer Gedenkandacht und einem Friedensgebet in die evangelische Lutherkirche eingeladen. Bei dem alliierten Luftangriff auf den Bahnhof von Cottbus kamen am 15. Februar 1945 rund 1000 Menschen ums Leben, rund 13 000 Einwohner der Stadt wurden obdachlos. Besonders schwer wurden auch das Frauenzuchthaus, das Krankenhaus und die evangelische Lutherkirche beschädigt.

Cottbus war in den vergangenen Wochen mit mehrfachen Gewaltvorfällen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen in die Schlagzeilen geraten. An Demonstrationen des rechtsgerichteten Vereins „Zukunft Heimat“ nahmen zuletzt mehrere Tausend Menschen teil, darunter Anhänger der rechtsextremen Szene und AfD-Politiker. Dabei war es auch zu Übergriffen auf Journalisten gekommen. Cottbus’ Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) befürchtet, dass sich in der Stadt eine neue „Pegida“-Bewegung etablieren könnte. Der Sternmarsch „Cottbus bekennt Farbe“ beginnt am Donnerstag, dem 15. Februar, um 17 Uhr. Die Kundgebung ist für 18 Uhr geplant. dpa

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