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  • 13.01.2018
  • von Klaus Kurpjuweit

Berlin-Mariendorf: Flüssigbeton blockiert Abwasserrohr von 25 Häusern

von Klaus Kurpjuweit

Bei Bauarbeiten am Mariendorfer Damm wurde das Rohr wohl beschädigt, der Beton konnte einfließen. (Archiv-Foto von Januar 2017) Foto: ZB

Bei Bauarbeiten gerät Flüssigbeton in ein Abwasserrohr in Berlin-Mariendorf. Für Anwohner am Mariendorfer Damm geht erst einmal nichts mehr.

Da geht nichts mehr. Die Bewohner von 25 Häusern entlang dem Titlisweg am Mariendorfer Damm werden seit Montagabend ihr Abwasser nicht mehr los. Das Abflussrohr mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern ist nach Angaben des Sprechers der Wasserbetriebe, Stephan Natz, auf einer Länge von rund 250 Metern mit Flüssigbeton verstopft. Dieser war bei Bauarbeiten, bei denen wohl ein Zulaufrohr beschädigt worden war, eingedrungen.

Toilettencontainer auf der Straße

Mit einem Spezialroboter einer Leipziger Firma, der aus vier Düsen mit sehr hohem Druck Wasserstrahlen sprüht, werde der Beton nun Stück für Stück zerkleinert, sagte Natz. Dabei komme man schneller voran als zunächst gedacht. Statt eine Woche lang sollen die Arbeiten nun „nur“ bis Sonntagabend oder Montagfrüh dauern. Bei neun Häusern sind auch die Hausanschlüsse blockiert. Hier müssten die Rohre ersetzt werden, sagte Natz.

Für die Bewohner haben die Wasserbetriebe einen Toilettencontainer auf die Straße gestellt. Das Angebot, in ein Hotel zu ziehen, haben nach Angaben von Natz nur vier Parteien angenommen.

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