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  • 24.11.2017

Ex-Tagebau soll im November 2018 flutungsbereit sein

Cottbus - Im November 2018 soll der ehemalige Tagebau Cottbus-Nord flutungsbereit sein. Das teilte der Tagebaubetreiber Leag am Donnerstag im Braunkohlenausschuss in Cottbus mit. Aus der Ende 2015 stillgelegten Grube soll einmal der größte künstliche See in Deutschland entstehen und Cottbuser Ostsee heißen. Die Flutung wird einige Jahre dauern. In die Pläne für das Gewässer, das 19 Quadratkilometer Wasseroberfläche haben und vor allem touristisch genutzt werden soll, soll in Kürze nochmals die Öffentlichkeit einbezogen werden. Die Unterlagen sind vom 4. Dezember bis zum 12. Januar einsehbar, wie das Landesamt für Bergbau mitteilte. Diese dritte Öffentlichkeitsbeteiligung ist Teil eines Planfeststellungsverfahrens. Ein Planfeststellungsbeschluss ist die Grundlage für die Flutung. Der Beschluss ist dem Landesamt zufolge für das vierte Quartal 2018 geplant.

Die bisherigen Pläne sind nach zwei Öffentlichkeitsbeteiligungen etwas verändert worden. Die Wassermenge, die das Auslaufbauwerk des Sees verlassen soll, wurde von 3 Kubikmeter auf 0,8 Kubikmeter pro Sekunde reduziert. Zudem gebe es ein Gutachten zur chemischen Beständigkeit der Dichtwände und zur Wasserqualität. Nach Leag-Angaben sind die Vorbereitungen für die Flutung des Ex-Tagebaus Cottbus-Nord im Plan.

Indes ist das über Jahre gelaufene Braunkohleplanverfahren zur Vergrößerung des Revierbereichs Jänschwalde nordöstlich von Cottbus eingestellt worden. Anfang September informierte die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg über die Einstellung, wie die Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses mitteilte. Hintergrund ist, dass der Tagebaubetreiber Leag frühere Pläne des vorigen Gruben-Eigentümers Vattenfall eindampfte und keinen neuen Tagebau Jänschwalde-Nord aufschließen will. dpa

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